"Mafia" zerschlagen

Räuberische Erpressung, ein glatter Mordversuch und dazu 49 Einbruchsdiebstähle mit einem Gesamtschaden von mehr als 133.000 Euro: Oberösterreichs Kriminalisten hoben jetzt eine 15-köpfige Ganovenbande aus, die seit den Sommermonaten als Innviertler Balkan-Mafia die Exekutive auf Trab gehalten hatte.

Sie lebten überwiegend in überschaubaren Gemeinden im Bezirk Braunau, besaßen zum Teil bereits die österreichische Staatsbürgerschaft: Vier gebürtige Bosnier und Kosovaren im Alter zwischen 19 und 24 Jahren zogen ein gewaltbereites Verbrecher-Netzwerk mit bis zu elf Komplizen auf. Ein 18-jähriger Innviertler, der nach einem Verkehrsunfall 4800 Euro Schmerzensgeld erhalten und davon bei einem Zeltfest erzählt hatte, war eines der ersten Opfer: Nach massiven Drohungen gegen ihn und seine Angehörigen musste er die Entschädigung bis auf ein paar wenige Euro herausrücken.

Währenddessen verübte die Balkan-Mafia mehr als vier Dutzend Einbrüche in Firmengebäude im Innviertel und Salzburger Flachgau, knackte Tresore und prügelte dann in Mattighofen einen Passanten völlig grundlos halbtot.

Carlo Korosa

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