"Mein Chef sagte: Du schaust heute so sexy aus"

Die grüne Frauenstadträtin von Graz, Tina Wirnsberger
Die grüne Frauenstadträtin von Graz, Tina WirnsbergerBild: picturedesk.com/APA
Die grüne Frauenstadträtin von Graz, Tina Wirnsberger, beteiligt sich ebenfalls an der #metoo-Debatte und schildert ihre Erfahrung mit sexueller Belästigung.
Die Grazer Frauenstadträtin Tina Wirnsberger will eine Frauenbeauftragte für Graz. Die derzeitige Frauenombudsstelle habe zuwenig Kompetenzen. Als Begründung verwies sie auf die aktuelle Debatte um sexuelle Belästigung und nannte ein Beispiel aus ihrer eigenen Erfahrung.

"Laut Studien sind ja drei von vier Frauen schon einmal sexuelle belästigt worden. Ich gehöre dazu", so Wirnsberger. Unter anderem habe einer ihrer früheren Arbeitgeber eines Abends - schon im Gehen - plötzlich gemeint: "Ich würd eh gern bleiben, weil du heute so sexy ausschaust."

Frauenbeauftragte ab 2018

Im Grazer Stadtsenat und in weiterer Folge im Gemeinderat wird Wirnsberger am Freitag deshalb die neue Stelle der Frauenbeauftragten einbringen, berichtet die "Kleine Zeitung".

Nach der Absegnung im Gemeinderat und einer Ausschreibung soll die neue Beauftragte im März 2018 ihre Arbeit aufnehmen - angestellt beim "Frauenrat" und ausgestattet mit einem Fünfjahresvertrag.

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Unter dem Hashtag #metoo berichten seit Wochen Menschen von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung oder sexuellem Missbrauch. Ausgegangen war der Hashtag vom Skandal um Anschuldigungen gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein.

Seitdem haben sich viele Stars gemeldet und von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung berichtet:

(red)

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