"Mein Vater wurde im Heim ruhiggestellt"

Gerhard H. vor dem Eingang des Favoritner Pflegeheims.
Gerhard H. vor dem Eingang des Favoritner Pflegeheims.Bild: Birgit Eckel
Gerhard H. (57) erhebt schwere Vorwürfe gegen ein Favoritner Pflegeheim. Sein 93-jähriger Vater sei "komplett sediert" worden und nicht mehr wiederzuerkennen gewesen.
2015 stürzte Anton H., danach schaffte er die zwei Stockwerke zu seiner Wohnung nicht mehr. Darum musste er in ein Favoritner Pflegeheim. "Da war er noch rüstig", erzählt sein Sohn. Doch schon nach kurzer Zeit "war mein Vater dort sehr unglücklich", sagt Gerhard H. "Er begann sich deshalb zu ritzen, aber das war kein Selbstmordversuch", betont H. Danach sollte er eine "leichte Medikation"erhalten haben, "damit er sich beruhigt", so der verärgerte Sohn.

Diese erwies sich aber offenbar als Medikamenten-Bombe: "Mein Vater begann massiv abzubauen und konnte zum Beispiel nicht mehr selber essen oder gehen." Das Pflegepersonal, klagt der Wiener, "war total ungeeignet", und außerdem "gab es zu wenig Leute".

Das Heim betont gegenüber "Heute": "Der Betreuungsschlüssel entspricht zu jedem Zeitpunkt den Vorgaben." Zum konkreten Fall will das Heim "aus Gründen des Datenschutzes und Wahrung der Privatsphäre nicht Stellung beziehen". Laut Volksanwaltschaft gibt es derartige Beschwerden öfter. So fehlt es in der Hälfte der Heime im Nachtdienst an Personal. Außerdem "herrscht eine bedenkliche Medikation".

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