"Meine Kollegin massiert ihm unterm Pult die Eier"

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Chris erlebt an seinem Arbeitsplatz Unglaubliches. Muss er eingreifen?
Frage von Chris (33) an Doktor Sex: Ich habe nun schon ein paar Mal mitbekommen, wie eine Arbeitskollegin von mir ihre Schuhe auszog und am heiterhellen Tag im Großraumbüro mit den Füssen ihren Kollegen vis à vis unter dem Pult zwischen den Beinen massierte. Offensichtlich genießt sie ihr Tun jeweils mindestens genauso wie der junge Mann ihr gegenüber. Einmal konnte ich sogar beobachten, wie sie danach zusammen auf die Toilette verschwanden.

Der Kollege ist in einer festen Beziehung und wird im nächsten Jahr heiraten. Nun frage ich mich, ob ich mit seiner zukünftigen Ehefrau Kontakt aufnehmen und ihr mitteilen sollte, was ihr Verlobter da treibt? Da ich mich selber ein wenig in die Frau verguckt habe, die dieses Spielchen spielt, und da ich auch nicht abgeneigt wäre, ebenfalls etwas Spaß mit ihr zu haben, ist das möglicherweise keine gute Idee. Würde ich mit einer solchen Aktion meine Chancen bei ihr verspielen? Bitte hilf mir!

Antwort von Doktor Sex

Lieber Chris

Ein paar Menschen – stellvertretend für alle grüsse ich hier die Person mit dem Pseudonym "Carmen Diaz", die mir schon fast ein wenig ans Herz gewachsen ist, deren verbitterte Schreibe ich aber wegen der bizarren Inhalte jeweils nicht veröffentlichen kann – nehmen sich jeweils die Mühe, mir anonym und oft sogar mehrmals wöchentlich zu unterstellen, ich würde die Fragen hier erfinden oder gar Episoden aus meinem gescheiterten Liebesleben zum Besten geben. Warum sollte ich dies tun, wo doch das vorliegende Beispiel zeigt, dass es da draußen Menschen mit einer blühenden Fantasie gibt, die das für mich übernehmen?

CommentCreated with Sketch.7 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ehrlich gesagt: Ich freue mich jeweils ein wenig, wenn unter den vielen ernsten und zuweilen auch belastenden Zuschriften ab und zu eine Frage ist, die mit großer Wahrscheinlichkeit das Ergebnis eines lustigen Gesprächs unter Arbeitskollegen in der Znünipause ist. Und nicht, wie es die Regel ist, das Resultat einer leidvollen Beziehungskrise oder von Unstimmigkeiten in Bezug auf sexuelle Bedürfnisse. Ich kann dann ein wenig durchatmen und einfach mal frisch von der Leber weg schreiben, ohne einzelne Worte auf die Goldwaage legen oder Formulierungen gegen einander abwägen zu müssen.

Wer sich solche Geschichten ausdenken kann, braucht keine Hilfe – aber vielleicht den Hinweis auf die Tatsache, dass er oder sie fürs Arbeiten bezahlt ist und nicht dafür, sich im Büro seinen Tagträumen hinzugeben und diese dann auch noch dem Frageformular von Doktor Sex anzuvertrauen. Danke für deinen Beitrag – ich musste sehr lachen bei der Vorstellung, dass es in Schweizer Büros so hoch erotisch zu- und hergehen könnte, dass sich ein prüder Zeitgenosse ernsthaft Sorgen um die Moral am Arbeitsplatz machen müsste. You made my day!

Da man in der Onlineberatung ja nie weiß, was nun wirklich wahr und was frei erfunden ist, nachfolgend noch die Antworten auf deine Fragen: Ob du die Verlobte informieren willst, überlasse ich dir. Bedenke bei deinem Entscheid jedoch, dass du nicht die moralische Instanz bist, die über Richtig und Falsch im Zusammenleben der beiden Menschen entscheidet. Ob du dadurch deine Chancen bei der Bürokollegin verspielen würdest, spielt dabei gar keine Rolle.

Deine Frage an Doktor Sex: doktor.sex@20minuten.ch (wer)

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