"Metaller-Gewerkschaft blockiert"

Angesichts der stockenden Kollektivvertragsverhandlungen der Metallindustrie werfen die Arbeitgeber der Gewerkschaft Blockadehaltung vor.
Angesichts der stockenden werfen die Arbeitgeber der Gewerkschaft Blockadehaltung vor.

Gewerkschafter hatten gemeint, die Industrie wolle Überstundenzuschläge kappen und die tägliche Arbeitszeit erhöhen. Solche Szenarien seien laut Arbeitszeitgesetz gar nicht möglich, so Industrie-Chefverhandler  Christian Knill auf Ö1.

Man wolle nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Normalarbeitszeit umverteilen, weil Aufträge immer unregelmäßiger anfallen würden. Die Verhandlungen sind bislang also gar nicht rund gelaufen. Sieben Stunden wurde jetzt schon in der ersten Runde, zehn Stunden in der zweiten Runde verhandelt.

Gewerkschaft stellt sich auf Kampf ein

Die Gewerkschafts-Chefverhandler Karl Proyer und Rainer Wimmer warfen Knill am Mittwoch "ungeheuerliche und skandalöse Verhandlungsweise" vor. Die Arbeitgeber würden fordern, dass die Gestaltung der Normalarbeitszeit künftig ausschließlich auf Betriebsebene passieren soll. Schutzbestimmungen im Kollektivvertrag sollen eliminiert werden. 10 bis 12 Stunden tägliche Normalarbeitszeit sollen künftig möglich sein.

Strittiger Punkt in den KV-Verhandlungen ist die  Inflationsrate. Die Gewerkschaften sehen sie bei 2,4 Prozent. Knill: "Wir orientieren uns am Jahr 2013 - und das zeigt, dass die Inflation laufend sinkt. Wir verhandeln ja Erhöhungen für das kommende Jahr. Daher ist es nur logisch, auch die zukünftige Entwicklung abzubilden. Lohnerhöhungen basieren darüber hinaus auf der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche, wie Produktivität und Auftragseingänge."
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