#metoo machte "Game of Thrones" weniger nackt

Die niederländische Aktrice Carice van Houten spielte Melisandre in der Fantasy-Serie. Nun spricht sie über ihre Nacktszenen.
Die letzte Schlacht um Westeros ist geschlagen, nach einem durchwachsenen Finale hat "Game of Thrones" ein Ende gefunden. Die Unberechenbarkeit, die Millionen von Fans acht Staffeln lang in ihren Bann zog, hat sich die Show bis zum Schluss erhalten. Die Nacktszenen, anfangs ebenfalls eine Art Markenzeichen der Serie, verschwanden hingegen zunehmend in der Versenkung.

Carice van Houten, 29 Folgen lang als rote Priesterin Melisandre im Einsatz, entblößte sich wiederholt in "Game of Thrones". Im Interview mit "Deadline" ließ sie ihre Erfahrungen am Set Revue passieren und wurde gefragt, ob sie sich unwohl bei den Nacktszenen gefühlt habe.

"Ja und nein", antwortete die 42-Jährige. "Es war absolut nicht meine liebste Sache in der Welt. Aber ja, in 'Black Book' habe ich schon Erfahrung mit Nacktheit am Set gemacht. Die Holländer sind ziemlich weltoffen, wir tun uns damit ein bisschen leichter. Aber es ist niemals angenehm, wenn man die einzige Person ist, die sich am Set auszieht."

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Nacktheit ist kein Muss

Im August 2016 wurde Carice van Houten Mutter. Seither denkt sie ein wenig anders über hüllenlosen Auftritte: "Das war, bevor ich ein Kind hatte. Ich würde mich jetzt unwohler fühlen. Die Zeiten haben sich in vielerlei Hinsicht geändert. Damals war das alles ein wenig überwältigend. Niemand hat mich zu etwas gezwungen, aber rückblickend hätte ich ein wenig vorsichtiger damit umgehen können."

Hat die #metoo Bewegung für weniger Nacktszenen in "Game of Thrones" gesorgt? "Ja", meint Carice und fügt hinzu: "Es hat auch gezeigt, dass man [Nacktszenen] nicht braucht."

(lfd)



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