Johnny Depp spielt den schnauzbärtigen Kunstsammler "Mortdecai" als Mischung aus Jack Sparrow und Willy Wonka: Exzentrisch, hintertrieben, doch zugleich unschuldig naiv. Der Film selbst erinnert an eine traditionelle Gaunerkomödie, erweitert um vermeintlich moderne Kameraeffekte und ein paar Gags unter der Gürtellinie.
als Mischung aus Jack Sparrow und Willy Wonka: Exzentrisch, hintertrieben, doch zugleich unschuldig naiv. Der Film selbst erinnert an eine traditionelle Krimi-Komödie, erweitert um vermeintlich moderne Kameraeffekte und ein paar Gags unter der Gürtellinie.
Der adelige britische Kunstsammler und -händler Charlie Mortdecai (Johnny Depp) bewegt sich mit seinen Geschäften prinzipiell am Rande der Legalität. Da diese gerade nicht so rosig laufen, muss er einen Auftrag des MI5-Agenten Martland () des Kunst-Profis zu landen.
Miss Marple, Johnny English und das Frat Pack
Es liegt vor allem am sorgsam verschachtelten, doch nie zu komplizierten Whodunnit-Plot und den (angenehm) altmodischen Charakteren, dass "Mortdecai" die Stimmung einer klassischen Krimikömödie aus den frühen Sechzigern verbreitet. Man erwartet einen ruhigen, nur langsam an Intensität und Spannung gewinnenden Aufbau, knifflige Rätsel und trockenen, mit feiner Klinge vorgetragenen Humor. Quasi ein Miss-Marple-Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle.
bekannt, verleiht "Mortdecai" mittels schneller Schnittfolgen und fragwürdiger Computereffekte jedoch einen Touch von Klamauk. Und nicht nur "Johnny English" und Konsorten lassen grüßen: Einige Pointen gestalten sich überraschend tief und erinnern an Frat-Pack- und Judd-Apatow-Produktionen.
Sieht man "Mortdecai" als Versuch, die klassische Krimi- mit der modernen Brachial-Komödie zu kreuzen, kann der Film nicht überzeugen. Als klassische Krimi-Komödie, die mit ihren modernen Einflüssen ein wenig über die Strenge schlägt, ist der Film aber durchaus sympathisch und unterhaltsam.