"Moto GP20" im Test: Auf der Überholspur daheim

Mit zahlreichen Verbesserungen geht das Milestone-Rennspiel "Moto GP20" auf PS4, Xbox One, PC und Nintendo Switch sowie Google Stadia an den Start.
Die Motorrad-Rennsaison startet wieder! Wie "Moto GP20" zeigt, wurde an zahlreichen kleinen Schrauben gedreht, was aus dem Spiel im Vergleich zum Vorgänger einen weit größeren Simulationseffekt bringt. Auch der Karrieremodus bekam einen frischen Lack spendiert und die Computergegner haben ihre Fahrkenntnisse gehörig hochgetunt.

Besonders grafisch sticht der Titel sogar auf dem kleinen Switch-Bildschirm hervor. Fahrer und Bikes sehen messerscharf, die Bewegungen flüssig aus. Dazu kommen nette Videosequenzen. Das Problem von kargen Hintergründen und Co. löst Milestone gut: Mit einer Bewegungsunschärfe bei Rennen umgeht man die Anforderung an scharfe Hintergründe und deutet trotzdem eine tolle Kulisse an.

Sehen und hören lassen können sich die Licht- und Soundeffekte. Während etwa bei Nachtrennen die Scheinwerfer über der Strecke aufblitzen oder bei Tagrennen die Sonne auch mal ins Visier blendet, fühlt man sich wirklich auf der Rennstrecke daheim. Der fette Motorensound tut sein übriges dazu, in Sachen Technik ist der Titel wirklich ausgezeichnet gelungen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nicht nur Fahrer, auch Manager

Wie bei anderen Rennspielen sind Trainings und Qualifying vor dem Rennen möglich. Im Rennen selbst fällt die neue Gegner-KI auf. Die Fahrer kämpfen aggressiver und öfter um Plätze, werden dabei aber nicht unfair. Ist man auf der besseren Linie, lässt die KI einem den Platz und kollidiert nicht auf Teufel komm raus mit uns. Geschenkt wird uns aber auch nichts: Rasen wir von hinten heran, werden Lücken geschickt dicht gemacht.

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Doch nicht nur auf der Strecke kämpft man in der Karriere um Siege und Plätze. Sind Rennen vorbei, kann man sich als Spieler auch ums Team kümmern, Manager-Aufgaben übernehmen und muss Vorgaben der Sponsoren wie gewissen Minimalplatzierungen erfüllen. Zudem lassen sich erfahrene Punkte in Forschung und Entwicklung investieren.

Zahlreiche Teams zur Auswahl

Wirklich tiefgründig wird es dabei zwar nicht, die Aufgaben sind aber eine willkommene Abwechslung zu den harten Fights auf den Rennstrecken. Das Ziel des Karrieremodus ist ganz klar: Man soll am Ende als Weltmeister dastehen. Dazu lasse sich auch Rennen über mehrere Saisonen mit immer besser aufgerüsteten Motorrädern fahren. Auch schön: Man kann mit Moto3-, Moto2- oder MotoGP-Teams starten oder einfach ein eigenes Team samt Logo und Farben erstellen.



Für Abwechslung auf der Strecke sorgen auch dynamische Wetteränderungen. Glühte man zuvor durch die Sonne, muss bei einsetzendem Regen die Strategie angepasst werden. Wer darauf vorbereitet ist, kann selbst mit schwächeren Bikes noch etwas aus dem Rennen herausholen, andererseits können hier Seriensieger das Rennen schneller verlieren, als der Asphalt nass wird. Auch die Abnutzung der Reifen bietet strategische Möglichkeiten.

Steuerung für Anfänger und Profis

Anfänger lernen die Steuerung von "Moto GP20" spielend leicht, auch wenn sie Fingerspitzengefühl erfordern. Für Neulinge lassen sic zahlreiche Fahrhilfen zuschalten und sogar bestimmen, wie stark die Gegner sein sollen. Profis dagegen bekommen eine äußerst realistische Steuerung in die Hand, die besonders bei langen Rennen äußerste Geduld erfordert. An sie muss man sich langsam herantasten.



Neben der Reifenabnutzung kommt nun auch die Aerodynamik bei Kollisionen neu ins Spiel. Wer Gegner touchiert, kann davon Schäden davontragen, die sich sofort in einem schlechteren Luftwiderstand bemerkbar machen. Man sieht: Die riesigen Neuerungen blieben bei "Moto GP20" zwar aus, doch die vielen kleinen Neuerungen machen es zu einem fantastischen Rennspiel, das auf und abseits der Strecke überzeugt.

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