"Muss sie wissen, was ich an meinem Penis habe?"

Seit Mike Freundin hat, quälen ihn Fragen zu seinem besten Stück.
Seit Mike Freundin hat, quälen ihn Fragen zu seinem besten Stück.Bild: iStock
Seit Mike eine Freundin hat, quälen ihn Fragen zu seinem besten Stück.

Frage von Mike (24) an Doktor Sex: Ich habe seit meinem 13. Lebensjahr kleine weiße Punkte an der Eichel meines Penis. Meine Suche im Netz hat ergeben, dass es sich dabei wohl um sogenannte "Hornzipfel" handelt. Weil ich Angst habe und mich ein bisschen schäme, war ich deshalb aber noch nie bei einem Arzt.

Nun habe ich seit einiger Zeit eine Freundin und wir hatten auch schon ein paarmal Sex. Sie hat zu den Punkten nie etwas gesagt und ich habe sie auch nicht darauf angesprochen. Aber wenn sie beim Oralsex meinen Penis in der Hand hält oder mir beim Überziehen des Kondoms hilft, sind diese Pickel ja sichtbar für sie.

Ich nehme deshalb an, dass sie diese entweder noch nicht gesehen hat oder aber, dass sie ihr egal sind. Nun zerbreche ich mir den Kopf darüber, ob ich sie darauf ansprechen und ihr sagen soll, dass es sich dabei nicht um eine krankhafte Veränderung meines Penis handelt und die Sache nicht ansteckend ist. Was meinst du?

Antwort von Doktor Sex

Lieber Mike

Ich vermute, dass du mit deiner selbst gestellten Diagnose falsch liegst. Wahrscheinlicher ist für mich, dass es sich bei den von dir als weiße Punkte oder Pickel beschriebenen Auffälligkeiten um freie Talgdrüsen handelt – im Fachjargon als Fordyce-Drüsen oder Fordyce-Spots bekannt.

Diese können zwischen einem und fünf Millimetern groß sein und im Bereich der Mundschleimhaut, der Lippen, an Penisschaft und Hodensack, am Eichelkranz oder der Vulva auftreten. Sie werden als freie Talgdrüsen bezeichnet, weil sie nicht, wie bei vielen Talgdrüsen üblich, zu einem Haar gehören.

Während der embryonalen Entwicklung werden diese Drüsen von der äusseren Haut nach innen verlagert und erscheinen dann als gelbe, durch die Oberhaut durchschimmernde Knötchen. Wie bei dir können sie durch die hormonellen Umstellungen während der Pubertät größer und damit sichtbarer werden.

Abgesehen von gelegentlichen Entzündungen verursachen sie in der Regel keine Probleme und werden von Betroffenen höchstens aus ästhetischer Sicht als störend empfunden. Eine Therapie ist daher nicht notwendig und es gibt für dich auch keinen Grund, dich in ärztliche Behandlung zu begeben.

Dass du dir Sorgen darüber machst, was deine Freundin denken könnte, ist verständlich. Auch wenn sie die Punkte bisher wahrscheinlich gar nicht beachtet hat, macht es Sinn, sie darauf anzusprechen. Nicht so sehr wegen ihr, aber für dich. Denn danach kannst du dich wieder entspannen und über andere, möglicherweise wichtigere Dinge nachdenken. Alles Gute!

Deine Frage an Doktor Sex: doktor.sex@20minuten.ch (wer)

(red)

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