"Oberjäger" Pröll will Schießtraining und null Alk

Jener Jäger, der am Samstag in Unterolberndorf einen Treiber tödlich getroffen hat, ist leicht alkoholisiert gewesen. Den 55-jährigen Beschuldigten erwarte eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll sprach sich gegenüber dem "Standard" klar gegen Alkohol vor oder während Gruppenjagden aus.
Jener Jäger, der am Samstag in Unterolberndorf einen Treiber tödlich getroffen hat, ist leicht alkoholisiert gewesen. Den 55-jährigen Beschuldigten erwarte eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll sprach sich gegenüber dem "Standard" klar gegen Alkohol vor oder während Gruppenjagden aus.

Gesetzlich vorgeschriebenes Alkoholverbot gebe es keines, so Pröll, allerdings eine Unfallverhütungsvorschrift vom Landesjagdverband, der zufolge Alkohol bei der Jagd verboten ist. Er fordert auch Schießtrainings zur Unfallverhütung. Der Österreichische Tierschutzverein fordert hingegen eine gesetzlich vorgeschriebene Null-Promille-Grenze bei Jagden, psychologische Tests bei angehenden Jägern und regelmäßige Augenkontrollen bei Jägern im Alter über 50.

bildet den traurigen Höhepunkt einer Serie von Jagdunfällen in den vergangenen Monaten. Vor allem in Nieder- und Oberösterreich, aber auch in der Steiermark, wurden seit November des Vorjahres versehentlich Menschen angeschossen und schwer verletzt. Erst am Freitag war im oberösterreichischen Mühlviertel ein 69-Jähriger durch Schrotkugeln, die sein Bruder auf einen flüchtenden Fuchs feuern wollte, im Gesicht verletzt worden.
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