"Oh Boy" & "Cloud Atlas" sind Filmpreis-Favoriten

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Kopf-an-Kopf-Rennen beim 63. Deutschen Filmpreis: Zwei ganz unterschiedliche Kinofilme könnten die begehrte Trophäe, die Lola, erringen.

Der Regie-Neuling Jan Ole Gerster tritt mit seinem charmanten, eleganten Berlin-Film "Oh Boy" gegen den erfahrenen Filmemacher Tom Tykwer ("Lola rennt", "Das Parfum") und sein Mammutprojekt "Cloud Atlas" an. Die von Mirjam Weichselbraun moderierte Filmpreisgala wird am Freitag um 22.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Tykwers gemeinsam mit den US-Regisseuren Lana und Andy Wachowski ("Matrix"-Trilogie) realisiertes, 100 Millionen Dollar teures Reinkarnations-Drama geht mit neun Nominierungen an den Start. Gersters Lowbudgetfilm "Oh Boy" mit Tom Schilling als melancholischem Studienabbrecher ist ihm mit acht Nominierungen ganz dicht auf den Fersen. Chancen auf die begehrte Lola-Trophäe könnte mit sechs Nominierungen allerdings auch Margarethe von Trottas Filmbiografie "Hannah Arendt" haben. Die deutsch-österreichische Koproduktion "Die Wand" von Julian Roman Pölsler hat Chancen auf drei Preise und die Linzerin Birgit Minichmayr ist in der Kategorie der besten weiblichen Hauptdarstellerin für ihre Rolle in "Gnade" nominiert.

Bester Spielfilm

Insgesamt sechs Filme bewerben sich um den Hauptpreis für den besten Spielfilm: Neben "Die Wand", "Cloud Atlas", "Oh Boy" und "Hannah Arendt" ist in dieser Sparte auch Oskar Roehlers Familiensaga "Quellen des Lebens" und Cate Shortlands "Lore" mit Shootingstar Saskia Rosendahl als Nazi-Tochter nominiert.

Die Publikumslieblinge und Kinokassen-Könige Matthias Schweighöfer ("Schlussmacher") und Til Schweiger ("Schutzengel") sind mit ihren Filmen auch in diesem Jahr wieder nicht in die Endauswahl gekommen. Über die Nominierungen und auch die Gewinner der Filmpreise entscheiden die 1400 Mitglieder der Deutschen Filmakademie - Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Kameraleute, Cutter, Kostümbildner und Filmkomponisten. Die knapp drei Millionen Euro Preisgelder steuert Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei.

Werner Herzog wird für Lebenswerk ausgezeichnet

Ein Gewinner steht bereits fest: Der 70-jährige Regisseur Werner Herzog ("Aguirre, der Zorn Gottes", "Fitzcarraldo") wird bei der Gala im Friedrichstadt-Palast für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Zittern müssen dagegen noch die Nominierten in den Kategorien von bester Darsteller bis beste Kamera. "Oh Boy"-Titelheld Schilling ist in der Kategorie Bester Schauspieler gemeinsam mit Sabin Tambrea ("Ludwig II.") und Edin Hasanovic ("Schuld sind immer die anderen") im Rennen. Zwei weitere "Oh Boy"-Schauspieler sind als Nebendarsteller nominiert: Friederike Kempter und Michael Gwisdek.

In der Kategorie beste weibliche Hauptdarstellerin haben drei Schauspielerinnen Lola-Chancen: Barbara Sukowa für die Titelrolle in "Hannah Arendt", Martina Gedeck für ihre Rolle in der Verfilmung des Romans "Die Wand" von Marlen Haushofer und Birgit Minichmayr für ihre Leistung in dem Fahrerflucht-Drama "Gnade".

Trailer zu "Oh Boy"

Trailer zu "Cloud Atlas"

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