"Ohne Angeklagten ist Rotlicht-Milieu gefährlich"

Der Prozess rund um den Rotlicht-Boss Richard St. geht ins Finale. Dabei rügte der Verteidiger des Angeklagten allerdings die Ermittlungsdauer betonte, sein Mandant habe keine Schutzgeld-Erpressungen begangen, sondern "eine legale Nachbarschaftshilfe betrieben". Das Urteil wird am Dienstagmittag erwartet.

geht ins Finale. Dabei rügte der Verteidiger des Angeklagten allerdings die Ermittlungsdauer und betonte, sein Mandant habe keine Schutzgeld-Erpressungen begangen, sondern "eine legale Nachbarschaftshilfe betrieben". Das Urteil wird am Dienstagmittag erwartet.

Die Verhandlung rund um den Rotlicht-Boss geht dem Ende zu. In ihrem kurzen Schlussplädoyer klagte die Staatsanwältin allerdings an, dass viele Belastungszeugen in der Hauptverhandlung von ihrer einstigen Aussage "zurückgerudert" seien. Der Grund solle die "Anwesenheit der Angeklagten" gewesen sein, denn sämtliche Beteiligte würden sich "im Rotlicht bewegen", da falle es schwer, gegenüber der Polizei erhobene Anschuldigungen aufrecht zu erhalten.

"Gab keine Erpressung"

Der Verteidiger des Angeklagten Richard St. hingegen meinte, dass während der Verhandlung "der Beweis für die angebliche kriminelle Vereinigung vollkommen fehlgeschlagen ist". Dieser meinte auch, dass sein Mandant von sämtlichen Erpressungen freizusprechen ist, da der Nokia Club "eine funktionierende Einrichtung, von der alle profitiert haben" ist und kein krimineller Ort.

Kein Friede im Rotlicht-Milieu ohne Richard St.

Zudem ergänzte der Anwalt des Hauptangeklagten, dass nach der Festnahme von Richard St. es mit dem Frieden im Rotlicht-Milieu vorbei gewesen sei. Sachbeschädigungen und Bauchstichen wären wieder gängiger geworden.

Am morgigen Dienstag kommen noch die Angeklagten kurz zu Wort. Die Urteile werden gegen Mittag erwartet.

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