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Teilzeit! "Ohne Hilfe kann ich Miete nicht bezahlen"

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Anna H. (21) weiß nicht mehr weiter.
Anna H. (21) weiß nicht mehr weiter.Bild: Denise Auer
Kein Job, Kein Kindergartenplatz, keine Mindestsicherung: Eine junge Wienerin weiß nicht mehr weiter und fühlt sich vom Amt im Stich gelassen.
Seit ihr Sohn vor zwei Jahren geboren wurde, zieht Anna H. (Name geändert) ihn alleine groß. Die 21-jährige Wienerin steht derzeit ohne Job und ohne Kindergartenplatz da – eine tückische Kombination.

"Da ich nach meiner Karenz keinen Kinder-Betreuungsplatz für 40 Wochenstunden bekommen habe, musste ich eine Teilzeitstelle im Büro annehmen", schildert sie gegenüber "Heute". "Privat habe ich eine Tagesmutter bezahlt, die allerdings unzuverlässig und oft krank war." Daher habe sie das Kind mehrmals frühzeitig abholen müssen, was im Oktober 2019 schließlich zum Jobverlust geführt habe.

Warten auf Mindestsicherung

"Im November habe ich Mindestsicherung beantragt", sagt Anna H. "Nach drei Wochen verlangte das Amt weitere Dokumente, später wurden Papiere verloren. Im Jänner erhielt ich einen Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, dass es bis zum Bescheid noch ein paar Wochen dauern kann."

CommentCreated with Sketch.157 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die 21-Jährige hat dafür kein Verständnis: "Ohne die Unterstützung meiner Eltern könnte ich die Miete nicht bezahlen und meinem Sohn kein Essen kaufen." Vom Vater des Kindes erhalte sie keine finanzielle Unterstützung in Form von Alimenten. "Er will nicht zahlen, wechselt oft den Job und ist zwischendurch immer wieder arbeitslos. Das verzögert das Gerichtsverfahren", so die Wienerin.



"Ich bin nicht asozial"

Besonders ärgert sie, dass junge, alleinerziehende Mütter wie sie manchmal als "asozial" abgestempelt werden. "Ich will arbeiten, aber ohne Kindergartenplatz kann ich einfach nicht. Und ohne Mindestsicherung kann ich das Leben nicht aus eigenen Einkünften finanzieren."

Die Arbeitslosigkeit kam auch aus einem anderen Grund ungelegen für die gelernte Hotelfachfrau. Sie hatte im Oktober gerade eine Weiterbildung zur Pflegeassistentin begonnen, musste den Kurs aber abbrechen. Anna H. sucht beharrlich nach einem neuen Job und will in Zukunft "unbedingt" noch einen weiteren Anlauf nehmen, um die Weiterbildung zu besuchen.

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