"Opfer" muss nach Sex-Übergriff vor Gericht!

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Die Kellnerin (24) griff im Mai 2014 drei Männer mit einem Messer an. Der Grund: Sie hätten versucht, sie zu vergewaltigen. Ein Jahr später steht die Wienerin vor Gericht - als Täterin!

Die Kellnerin (24) griff im Mai 2014 drei Männer mit einem Messer an. Der Grund: Sie hätten versucht, sie zu vergewaltigen. Ein Jahr später steht die Wienerin vor Gericht – als Täterin!

Der Fall sorgte für Aufsehen: Nach einer Partynacht wollten drei junge Männer (20, 21, 22) angeblich eine schlafende Kellnerin in deren Wohnung vergewaltigen. Als die Wienerin erwachte, griff sie zum Küchenmesser. Die Angreifer kamen mit Nieren- und Bauchstich sowie Knöchelverletzungen ins Spital.

Für Beobachter war auf den ersten Blick klar: Die Kellnerin hatte in Notwehr zur Waffe gegriffen. Dennoch ermittelte die Staatsanwaltschaft Wien knapp ein Jahr. Das Ergebnis bringt jetzt eine spektakuläre Wende: Das Verfahren gegen die drei vermeintlichen Angreifer wurde bereits vor Wochen eingestellt. Es gab keine Hinweise auf eine versuchte Vergewaltigung.

Die Kellnerin muss sich hingegen wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung und Freiheitsentziehung verantworten. Aber warum hat sie das Trio attackiert? Antworten gibt es im Prozess am 26. Mai.

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