"Pipi-Raub" auf Klo bringt Rekruten nun vor Richterin

Dieser Plan ging gehörig in die Hose! Weil sich Kameraden weigerten an seiner Stelle eine Harnprobe abzugeben, soll ihnen ein süchtiger Grundwehrdiener (22) mit Schlägen gedroht haben.

Montag um 10.30 Uhr am Linzer Landesgericht: Eine halbe Stunde vor Prozessstart sitzen zwei Grundwehrdiener (20, 22) vor Saal 122. Der Hauptangeklagte (22) schlürft eine Dose Cola – beide wirken gelassen. Der Vorwurf: Um seinen Drogenkonsum zu vertuschen, soll der 22-Jährige auf eine verrückte Idee gekommen sein. Laut Anklage hat er im Fliegerhorst in Hörsching (OÖ) zwei Kameraden am WC für ihren Harn Geld geboten. Die Fläschchen wollte er dann als eigene Probe abgeben.

Die Soldaten machten aber nicht mit. Folge: Der süchtige Rekrut und sein Freund machten Druck – und drohten, den beiden die Zähne auszuschlagen. Statsanwältin Karin Steinwender klagte den "Pipi"-Raub als Nötigung an. Und Richterin Xenia Kuranda verurteilte den Haupttäter zu vier Monaten bedingter Haft. Sein Komplize wurde freigesprochen; die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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