"Pixels": Adam Sandler zockt gegen Aliens

Adam Sandler ist zurück! In "Pixels" darf er als Zocker-König den Traum vieler Gamer leben, sprich durch seine Videospielkünste zum Helden werden und die Menschheit vor dem Untergang retten. Die knapp zwei Stunden, die er dafür benötigt, entpuppen sich leider als weitgehend sinn- und pointenfrei.

ist zurück! In "Pixels" darf er als Zocker-König den Traum vieler Gamer leben, sprich durch seine Videospielkünste zum Helden werden und die Menschheit vor dem Untergang retten. Die knapp 100 Minuten, die er dafür benötigt, entpuppen sich leider als weitgehend pointenfrei.

Der junge Sam Brenner besitzt die Fähigkeit, komplexe Muster in Videospielen zu erkennen und in seinem Gedächtnis abzuspeichern. Das macht ihn zu einem der besten Arcade-Zocker seiner Zeit. Als er bei den Weltmeisterschaften 1982 antritt, zieht er im Finale jedoch gegen den angeberischen Eddie Plant den Kürzeren.

Mehr als zwei Jahrzehnte später nagt die Niederlage immer noch an Brenner (Adam Sandler). Statt zum erfolgreichen Erfinder hat er es nur zum schlechtbezahlten Techniker gebracht, der für die Kinder reicher Leute Surround-Anlagen installiert. Ganz anders sein alter und weniger begabter Freund Cooper (Kevin James), der inzwischen zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, die Geschicke der freien Welt lenkt.

Als diese von Aliens bedroht wird, welche die Erde in Form von Arcade-Games aus den Achtzigern angreifen, ist Brenners Fachwissen plötzlich gefragt. Um den blauen Planeten zu retten, muss sich er sich allerdings mit seinem alten Erzfeind Eddie Plant (Peter Dinklage) verbünden.

Kein Klassiker

Im Gegensatz zu den Arcade-Games, die es in "Pixels" quasi vom Himmel regnet, wird der Film selbst nie zum Klassiker werden. Humoristische Evergreens mag man sich seit Längerem nicht mehr von Sandler erwarten, passable Unterhaltung mit dem einen oder anderen Brüller hingegen schon. Dass "Pixels" uns diese vorenthält, liegt vor allem am bieder-braven Blockbuster-Gehabe der Komödie.

Der Fokus des Films liegt auf Spezialeffekten (wie einen überdimensionierten, New York demolierenden Pac-Man), billigen Klischees (personifiziert durch Josh Gad als Nerd/Genie/Jungfrau/Verschwörungstheoretiker) und dem Wiedererkennungswert der Hauptdarsteller. Sowohl Sandler als auch James haben circa je drei Gesichtsausdrücke im Repertoire. Hardcore-Fans mag es reichen, diese zum wiederholten Male über die Leinwand flimmern zu sehen, das Rest-Publikum verdurstet derweil in der Pointendürre.

Dabei hätte "Pixels" doch enormes Potential, allen voran James' leseschwacher, von Presse und Wählern angefeindeter Präsident und Peter Dinklages Proll-Gamer Eddie. Dass selbst diese beiden nicht für einen einzigen anständigen Lacher sorgen, ist, gelinde gesagt, traurig.

"Pixels" startet am 31. Juli in den österreichischen Kinos.

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