Österreich

"Polizei wusste, wie gefährlich er war!"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:46

Laut dem besten Freund des Killers Alois H. wusste die Polizei schon lange, dass er ein gesuchter Messerstecher sein soll. "Trotzdem ist einfach nichts passiert", kritisiert Herbert H.

Laut dem besten Freund des Killers Alois H. wusste die Polizei schon lange, dass er ein gesuchter Messerstecher sein soll. "Trotzdem ist einfach nichts passiert", kritisiert Herbert H.

"Was ist da nur schiefgelaufen?", fragt sich Herbert H. Er rätselt, warum die Polizei nicht schon vor zwei Jahren eine Hausdurchsuchung durchgeführt hat. Denn nach der Messerattacke auf Jäger Karl Z. soll der spätere Amokläufer bereits im Visier der Exekutive gestanden sein. Das Messer-Opfer habe die Beamten darauf hingewiesen, dass der Täter mit einem Jeep mit kaputter Heckscheibe geflüchtet war.

Herbert H. dazu: "Dieses Protokoll muss es noch geben. Alois fuhr bis zum Schluss mit diesem Auto samt kaputter Scheibe. Ich fragte ihn noch, warum er das nicht beheben lässt. Aber er wiegelte ab." Der Freund des Wilderers bestätigt auch, dass die Nachbarschaft oft über "Lois" ausgefragt, der Verdächtige selbst aber nie von der Polizei kontaktiert wurde. Für Herbert H. war der Tod der Frau des Wilderers Auslöser für seine Taten: "Er konnte nicht loslassen. Sein Hund ‚Burgi‘ musste die Kette der Toten tragen".

Und bevor sich Alois H. erschoss, holte er sich noch die Urne mit ihrer Asche aus der Kapelle. Herbert H.: "So war sie bis zum letzten Atemzug bei ihm.".

Tanja Horaczek

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