Politik

"Racheakt an mir wäre sinnlos"

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:43

General Edmund Entacher zeigt sich nach seiner Rückkehr auf den Posten als Generalstabschef kämpferisch. Er werde Weisungen von Verteidigungsminister Norbert Darabos folgen, aber dennoch auch seine Meinung sagen. Angst vor einem Racheakt hat er nicht.



Entacher unterstrich im Interview mit der Presse am Sonntag seine ablehnende Haltung zur Abschaffung der Wehrpflicht und Einführung eines Berufsheers. Entacher glaubt nicht, dass das Berufsheer kommt: "Ich bin Zweckoptimist, ich glaube, das Match ist gewinnbar."

Als Generalstabschef muss Entacher nun die Pilotprojekte zum Berufsheer vorbereiten: "Diese Weisungen sind zu befolgen. Behauptet wird, das sei ein Feldversuch. Gut, dann machen wir ihn eben, allerdings werden wir das wirklich testen und berechnen, was das für die gesamte Struktur bedeutet."

Entacher rechnet jedenfalls - anders als der Ressortchef - mit Mehrkosten: "Der Minister sagt, es darf nicht mehr kosten. Wenn ich aber Rekruten mit Zeitsoldaten ersetze, dann kostet das schlicht und einfach mehr." Kostenneutralität ließe sich nur durch eine Senkung der Leistungsfähigkeit erreichen: "Das ist es."

"Racheakt an mir wäre sinnlos"
"Ich folge meinen Weisungen, aber wenn man mich fragt, sage ich meine Meinung und kann sie ganz gut argumentieren." Zur Rückkehr in seine Position habe übrigens auch Bundespräsident Heinz Fischer gratuliert. Das Verhältnis zu Verteidigungsminister Darabos bezeichnete Entacher als "korrekt". Einen "Racheakt" befürchtet er nicht: "Ein Racheakt an mir wäre sinnlos, mein Verbleib hat ein Ende (2013). Ich würde ihnen in dieser kurzen Zeit sonst nur die Gurke geben, das würden sie bitter bereuen."

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