"Realitätsfremd, reiner politischer Selbstmord"

Ulrike Lunacek hat bereits in einem ihrer ersten Interviews als neue Grünen-Spitzenkandidatin für heftige Diskussionen gesorgt.
Am Freitag hat der erweiterte grüne Bundesvorstand Ulrike Lunacek und Ingrid Felipe als neue Doppelspitze der Partei bestimmt. Nur einen Tag danach stand die frischgebackene Spitzenkandidatin bereits heftig in der Kritik.

Anlass ist ein Interview in der Zeitung "Die Presse". Darin bezeichnet Lunacek die Schließung der Balkanroute als einen Fehler. Mazedonien, Serbien, Kroatien, Ungarn und Slowenien machten im Frühjahr 2016 den Fluchtweg dicht. Nachdem Österreich wiederholt darauf gepocht hatte.

Zumindest hätte man die EU-Kommission, Deutschland und Griechenland in diese Entscheidung einbeziehen müssen, kritisierte die EU-Parlamentarierin. Es gelte nun, vermehrt legale Wege zur Flucht zu schaffen - eine Forderung, die auch die Spitzenkandidaten der Koalitionsparteien, Christian Kern (SP) und Sebastian Kurz (VP), gestellt hatten.

"Heute"-Leser reagierten mit gemischten Gefühlen (s. Diashow oben).

Während einige Leser den Mut der neuen Spitzenkandidatin honorierten, drückten andere per Kommentar-Funktion ihre Empörung aus: Ihre Haltung sei "realitätsfremd", die Bestellung zur Spitzenkandidatin "politischer Selbstmord".

Was denken Sie: Hat Lunacek sich mit ihrer Aussage bereits vor dem Wahlkampf ins Aus manövriert? Oder bietet inhaltliche Abgrenzung von anderen Parteien auch eine Chance? Jetzt Kommentar schreiben und mitdiskutieren! (pic)

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