"Resident Evil: The Final Chapter": Letzte Zombie-Sause

Milla Jovovich zieht sich (vorerst) aus der Zombie-Apokalypse zurück. In fünf Verfilmungen der Videospielreihe "Resident Evil" war sie schon zu sehen, so gut wie "The Final Chapter" war bisher nur das Original aus dem Jahr 2002.

zieht sich (vorerst) aus der Zombie-Apokalypse zurück. In fünf Verfilmungen der Videospielreihe "Resident Evil" war sie schon zu sehen, so gut wie "The Final Chapter" war bisher nur das Original aus dem Jahr 2002.

Mit subtilen Schockmomenten hat die "Resident Evil"-Filmreihe wenig am Hut. Jump Scares und grausig mutierte Super-Zombies stehen in den Game-Adaptionen auf dem Programm. Der neue Streifen hält sich an das altbewährte Rezept und bedient dabei auch alle Klischees des Action-Genres. Soll heißen: Messer machen laute "Whooosh"-Geräusche, wenn sie aus ihren Scheiden gezogen oder in (untote) Körper verfrachtet werden, Schurken tragen auch im unterirdischen Bunkerkomplex Sonnenbrillen; und Logik ist im Plot nur von nachrangiger Bedeutung.

Zurück in den Hive

Eine Eilmeldung der Red Queen (Jovovich-Tochter Ever Anderson), der künstlichen Intelligenz, die sich um die Agenden der bösen Umbrella Corporation kümmert, führt Alice (Jovovich) zurück zum Firmensitz in Raccoon City. Nur ein paar Stunden bleiben ihr, um gemeinsam mit einer Handvoll Mitstreiter in den Hive einzudringen. In dem Hochsicherheitsforschungslabor, in dem einst die Zombie-Seuche ihren Anfang nahm, lagert auch das Heilmittel, das die Welt retten könnte. Umbrella-Scherge Dr. Isaacs hat allerdings andere Pläne mit der Anti-Zombie-Medizin.

Launige Action, kein Drama

"Resident Evil: The Final Chapter" hat tatsächlich Finalcharakter. Geradlinig und flott steuert der Film auf die Klimax der gesamten Franchise zu. Erst stolpern wir mit Alice von einer Action-Sequenz in die nächste, bis der Hive erfolgreich infiltriert ist. Dann beginnt ein Indiana-Jones-artiger Spießrutenlauf durch den mit tödlichen Fallen vollgestopften Superbunker. Neu ist das nicht, dafür kommt keine Langeweile auf. Schnelle Cuts und wilde Kamerafahrten sorgen dabei zuweilen für Hektik, lassen im Gegenzug aber Special Effects und Kampfeinlagen gut aussehen.

Die größte Stärke des Films besteht darin, eine Tugend des erste "Resident Evil" zu reaktivieren: Zwischen all den lauten Zombie-Gemetzeln und Ballerorgien bleibt genug Platz für elegante Szenen und nette Spielereien. Wer seine Untoten lieber ohne Krachbumm genießt, ist mit "The Walking Dead" und Konsorten trotzdem sicher besser beraten.

"Resident Evil: The Final Chapter" startet am 26. Jänner in den österreichischen Kinos.

 

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