"Rettung brauchte 42 Minuten für nur 4 Kilometer"

Bild: Daniel Schreiner

Fast eine Dreiviertelstunde musste ein Ehepaar in Maria Lanzendorf (NÖ) nach einem Kollaps von Monika F. (56) auf Hilfe warten. Dabei ist die nächste Rettungsstation im Nachbarort Leopoldsdorf.

"Schatz, mir ist nicht gut", sagte die Sachbearbeiterin nach dem Aufstehen zu ihrem Gatten und brach zusammen. Der Ehemann wählte prompt "144", nach einer halben Stunde nochmal, nach exakt 42 Minuten traf endlich ein Rettungsauto ein. Die 56-Jährige wurde ins Kaiser-Franz-Josef-Spital gebracht und erst nach einer Woche entlassen.

"Ich war kurz bewusstlos, kam dann zu mir. Ich hatte Todesangst, dachte, ich hätte einen Schlaganfall", erinnert sich Monika F. mit Schaudern, übergab den Fall jetzt Patientenanwalt Gerald Bachinger: "Inakzeptabel! 42 Minuten bei einer Fahrzeit von 5 Minuten, das hätte mit einer Katastrophe enden können." Ein Sprecher des Grünen Kreuzes Graz erklärte betroffen: "Wir haben den Stützpunkt Leopoldsdorf erst übernommen, der Fall war davor. Ich werde persönlich hinfahren, die Sache klären."

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