"Schani" Ludwig trug statt Häupl den Garten raus

v.li.: Kaffeesieder-Obmann Wolfgang Binder, Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) und WKW-Präsident Ruck (re.) trugen den Schanigarten raus.
v.li.: Kaffeesieder-Obmann Wolfgang Binder, Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) und WKW-Präsident Ruck (re.) trugen den Schanigarten raus.Bild: Sabine Hertel
Traditioneller Schanigarten-Saisonauftakt mit Überraschungsgast: Statt Bürgermeister Häupl stieß Bald-Stadtchef Ludwig mit WKW-Chef Ruck auf eine gute Saison an.
Der traditionelle Schanigarten-Saisonauftakt der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser fand heute im Café Mozart am Albertinaplatz in der Wiener City statt. Eigentlich ist Bürgermeister Michael Häupl seit über 20 Jahren fixer Bestandteil der traditionellen Schanigarten-Eröffnung. Heuer hätten er und sein Stadtchef-Nachfolger Michael Ludwig den Termin gemeinsam wahrnehmen sollen. Doch: Häupl leidet an einer Infektion, wie "Heute" aus Rathauskreisen erfuhr, und sagte am Montag alle Termine ab. Und so war es an Ludwig, den Garten rauszutragen.

"Für die Wiener sind die Gast- und Schanigärten etwas ganz Besonderes, nämlich eine Art zweites Wohnzimmer im Freien. Dieses besondere Flair genießen nicht nur heimische Gäste, sondern auch Touristen aus aller Welt. Mit dem Start der Schanigarten-Saison tragen unsere Kaffeehäuser die Wiener Gemütlichkeit nach außen und prägen das Stadtbild auf einzigartige Weise. Zudem sind die 2.200 Wiener Kaffeehausbetriebe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in unserer Stadt", betont Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Ludwig statt Häupl beim Saisonstart

"Die Schanigärten sind für viele von uns der Inbegriff der Wiener Gemütlichkeit. Einen Gastgarten vor einem Lokal findet man in vielen Ländern rund um den Globus. Aber den Schanigarten, den gibt's nur in Wien. Und die Wiener – sie lieben ihn. Uns allen sei zu wünschen, dass auch das Wetter mitspielt", meint Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Rund 3.500 Gast- und Schanigärten der Wiener Gastronomie laden in Wien jährlich zum Verweilen und Genießen im Freien ein.

Neos kritisieren "Schikanigärten"

Keinen Grund zum Feiern sieht Markus Ornig, Wirtschaftssprecher der Neos Wien: "Den Gastronomen hilft keine Showpolitik. Es zeigt sich, dass die komplizierte Regelung für ganzjährige Schanigärten ein Flop ist: Die Variante, im Winter einen Schanigarten auf einer Freifläche vor dem Lokal zu betreiben, haben ganze 7 (!) Unternehmen in Anspruch genommen." Neben der horrend angestiegenen Gebühren seien es vor allem bürokratische Hürden, die den Gastronomiebetrieben das Leben schwer machen würden, glaubt Ornig: "Ein echter Grund zum Feiern wäre beispielsweise, dass die Gastronomen nicht gezwungen werden, ihr Mobiliar jeden Tag her- und wieder wegräumen müssen. Aber bei Rot-Grün haben wir es in Wien leider weiter mit ‚Schikanigärten' zu tun." (Red)

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