'Schulden bei Gewinnspiel': Telefonbetrüger unterwegs

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Eine dreiste neue Masche haben Betrüger in NÖ: Am Telefon erklären sie Opfern, es seien bei Gewinnspielen Schulden angehäuft worden.
Verwunderung bei einem Mann aus dem Bezirk Gmünd seit Anfang Oktober: Gleich mehrmals riefen ihn dieselben Telefonbetrüger an, erklärten ihm in einem ersten Gespräch, er habe 7.000 Euro Schulden von Euromillionen-Gewinnspielen angehäuft. "Die Anruferin bot jedoch an, die 7.000 Euro gleich zu bezahlen, dann gehe die Angelegenheit nicht vor Gericht", berichtet die Polizei.

Jahrelang keine Gewinnspiele

Das kam dem Gmünder spanisch vor, denn: Er hatte seit Jahren an keinen Gewinnspielen teilgenommen. Aus diesem Grund wand er sich und meinte, er müsse erst mit seiner Frau darüber sprechen.

Drei Tage später dann der nächste Anruf: Die Frau war wieder am Telefon, übergab den Hörer an eine "Anwältin", die dem Waldviertler erklärte, 9.000 Euro wären zu berappen, sollte die ganze Angelegenheit vor Gericht gehen. Auch versuchte man den Mann zu überreden, in die nächste Trafik zu fahren und dort Bitcoins im Wert von 600 Euro zu kaufen.

Das Opfer ging der Masche aber nicht auf den Leim, sondern erstattete Anzeige.

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Bezirkspolizei warnt

"Das Bezirkspolizeikommando Gmünd warnt in diesem Zusammenhang eindringlich, persönliche Daten weiterzugeben und keinesfalls Zahlungen zu leisten. Der Herr hat richtig gehandelt und die Polizei informiert. Wer an keinen entgeltlichen Lotto-Tippgemeinschaften teilnimmt, kann selbstverständlich auch keine 'Schulden' in diesem Zusammenhang haben", so die Polizei.

Erst kürzlich passierte ein ähnlicher Fall in Horn: Eine Seniorin stieg zu einem Taxifahrer ins Auto, wies ihm an, sie zur Bank zu bringen, weil sie Bitcoins kaufen müsse. Der Taxler merkte sofort, dass etwas faul war und rief die Polizei – mehr dazu hier.

(nit)
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