"Schweinischer" Protest vor Ministerium

Gegen die Kastenstandhaltung in der Schweinezucht protestierten Mittwoch um 6.00 Uhr früh Tierschützer vor dem Landwirtschaftsministerium in Wien. Zwei Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken erklommen die Außenfassade und befestigten in rund zehn Metern Höhe ein großes Transparent mit der Aufschrift "Schweine leiden im Kastenstand! Berlakovich schaut weg!"
Gegen die Kastenstandhaltung in der Schweinezucht protestierten Mittwoch um 6.00 Uhr früh Tierschützer vor dem Landwirtschaftsministerium in Wien. Zwei Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken erklommen die Außenfassade und befestigten in rund zehn Metern Höhe ein großes Transparent mit der Aufschrift "Schweine leiden im Kastenstand! Berlakovich schaut weg!"

Die Aktivisten bezeichnen die Haltung von Schweinen in Kastenständen als "rechtswidrige Tierquälerei". Im Kreuzfeuer der Kritik steht Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP). Bereits im September 2010 hatte die Volksanwaltschaft erkannt, dass die Kastenstandhaltung tierschutzgesetz- und damit verfassungswidrig ist. Trotz Plänen von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) für eine Änderung stellte sich Berlakovich quer.

Das Meinungsforschungsinstitut IFES liefert eine Statistik dazu: 80 Prozent der Österreicher seien für ein Kastenstandverbot. "Doch Landwirtschaftsminister Berlakovich stehen die Lobbyisten der Tierindustrie näher, als die Mehrheit im Volk", erklärt Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tiefabriken. Bereits über 30 Mal hätten die Protestler Auftritte des Ministers unterbrochen.
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