"Schweinskopfaffäre": Ex-FP-Mann muss vor Gericht

Ein Schweinskopf landete nach einem Spanferkelessen vor einem türkischen Kulturverein. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eine Herabwürdigung religiöser Bräuche.

"Ramadan mit dem RFJ Schwaz" - so bezeichneten die Teilnehmer ihre Grillfeier Ende Mai auf Facebook. Der Abschluss der Veranstaltung sorgte im ganzen Land für Schlagzeilen.

Ehemaliger Bezirksobmann

Nach einem Spanferkelessen vom Ring freiheitlicher Jugend, landete der übrig gebliebene Schweinekopf kurzerhand auf dem Gelände eines türkischen Kulturvereins. Der Verfassungsschutz nahm daraufhin die Ermittlungen auf.

Nach relativ kurzer Zeit wurden zwei Verdächtige ausfindig gemacht, die für die Tat verantwortlich sein könnten. Einer von ihnen war zum damaligen Zeitpunkt Obmann der freiheitlichen Jugend in Schwaz.

Wegen Facebook-Post vor Gericht

Nun sind die Ermittlungen abgeschlossen: Die Staatsanwaltschaft stellt gegen den ehemaligen RFJ-Bezirksobmann Strafantrag. Grund: Herabwürdigung religiöser Bräuche.

Jedoch muss sich der Angeklagte nicht wegen dem Schweinekopf verantworten, sondern lediglich wegen des Facebook-Eintrags bezüglich der Grillfeier. Das Argument: Die Tatzeit fand mitten in der Nacht statt und somit hat die Öffentlichkeit gefehlt. Außerdem sei das türkische Kulturhaus kein Ort der Religionsausübung. (slo)

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