"Schwuchtel"-Sager holt neuen FPÖ-Landesrat ein

Die FPÖ kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Abgang von NÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer folgt Gottfried Waldhäusl nach – mit einem Aufreger.
Waldhäusl ist ein Urgestein der niederösterreichischen Landespolitik. Seit 1998 sitzt er als Abgeordneter im Landtag und ist für einige skandalöse Aussagen bekannt. 2004 bezeichnete er den langjährigen niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll als "Diktator", sagte wörtlich "Der Diktator erhebt sich vom Sessel". 2014 nannte er die Integration von Asylwerbern "idiotisch", sie seien eh bald wieder weg aus dem Land.

Für Aufregung sorgte auch Waldhäusls Forderung, dass Kinder von Asylwerbern nicht in Kindergärten und Schulen zu schicken seien, da diese aufgrund ihrer mangelnden Deutschkenntnisse andere Kinder beim Lernen hindern würden. Vom Ortschef und Stadtschulrat dementiert behauptete der FPÖ-Politiker trotzdem, dass in Heidenreichstein österreichische Kinder auf Wartelisten für den Kindergarten gesetzt würden, weil Kinder von Asylwerbern diesen vorrangig besuchen würden.

Ein Sager holt Waldhäusl nun als Nachfolger des in einen Burschenschafter-Skandal verwickelten und zurückgetretenen Landbauer ein. Im Jahr 2011 kritisierte er während einer Landtagssitzung die Familienpolitik der ÖVP. Damals seien Kürzungen bei Familien vorgesehen gewesen. Waldhäusl wetterte, dass man nicht auf Familien schaue, für "Schwuchteln" sei allerdings Geld da. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wollte die Aussage nicht kommentieren, er kenne den damaligen Sager nicht. (red)



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