"Sex Education": Mama legt persönlich Hand an

Nein, nicht so. Aber halt auch nicht viel weniger genierlich - zumindest für Teenie Otis, dessen Mutter Sexualtherapie nicht nur lehrt, sondern auch lebt.
Die Sache mit der Scham ist so eine – vor allem, wenn man am eigenen Hormonstau verzweifelt, während die eigene Mutter ("Akte X"-Star Gillian Anderson) ihren Östrogenexplosionen frönt. Und, oh ja, das tut sie. Laut und leidenschaftlich, so wie eigentlich alles in der Erfolgsserie vonstatten geht.

Die Themen Sex, Pubertät und Nacktheit werden unverdünnt serviert, dazu gesellt sich auch eine Prise Homophobie (beigemengt von Schul-Rüpel Adam, der Otis' schwulen Freund Eric traktiert). Dass die Klischeekeule (stöhnende Mutter, verklemmter Sohn, mit Kunstpenissen geschmücktes Haus etc.) im britischen Geniestreich heftig zuschlägt, macht gar nichts, garniert wird nämlich mit feinstem Spiel, viel Witz und noch mehr Charme.

Ein Glück vor allem, dass Otis (Asa Butterfield) kein Dummer ist und sich das tiefgehende Wissen seiner Erzeugerin schnell zunutze macht. Und einen Therapeuten ihres Formats können die Flegel von heute wirklich gut gebrauchen.

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