"Sieg Heil"-Rufe bei Gottesdienst: Prozess

Beim traditionellen Gottesdienst im Autodrom schockierte der Mann mit "Sieg Heil"-Rufen.
Beim traditionellen Gottesdienst im Autodrom schockierte der Mann mit "Sieg Heil"-Rufen.Bild: Visit Linz/Symbolfoto

Wegen Wiederbetätigung steht am Montag ein 34-Jähriger in Linz vor Gericht. Er soll während des Gottesdienstes am Urfahranermarkt "Sieg Heil" gerufen haben.

Die Teilnehmer des ökumenischen Gottesdienstes beim Urfahranermarkt im Herbst des vergangenen Jahres waren schockiert.

Die Gläubigen konnten nicht glauben, was da gerade passierte: Als sie zur Mittagszeit im Autodrom beteten, ging ein 34-Jähriger vorbei, soll laut Anklage lautstark "Sieg Heil" gebrüllt und den rechten Arm zum Hitlergruß gehoben haben.

Dann setzte er sich laut Polizei "in einem Autodrom-Fahrzeug provokant auf ein Kleidungsstück des Pfarrers", störte so weiter den traditionellen Gottesdienst, der jedes Jahr stattfindet.

Nachdem er kurz darauf auch noch laut Ermittlungen einen Marktbetreiber bedrohte ("Ich schlag' dich um!"), wurde die Polizei gerufen. Die Beamten konnten den Mann schließlich bei der Haltestelle Freistädter Straße festnehmen.

Kommenden Montag steht der 34-Jährige wegen des Vorfalls vom 5. Oktober in Linz vor Gericht. Wegen Wiederbetätigung, Störung einer Religionsausübung und gefährlicher Drohung, so Philip Christl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Linz.

Im Falle einer Verurteilung drohen dem Mann ein bis zehn Jahre Haft.

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