2005 brachten Frank Miller und Robert Rodriguez Millers Kult-Graphic-Novel "Sin City" ins Kino. Neun Jahre ließen sich die beiden Herren Zeit für die Fortsetzung Zeit. Trotz hoher Stardichte und unverändert genialer Optik hinkt "A Dame to Kill For" dem ersten Teil jedoch klar hinterher. Da helfen auch Eva Greens skandalöse Nacktauftritte nichts.
2005 brachten nichts.
Wie schon "Sin City" ist "A Dame to Kill For" in drei Haupthandlungsstränge aufgeteilt. Die mordenswerte Dame aus dem Titel spielt nur in einem davon eine zentrale Rolle: Privatdetektiv Dwight (in Teil eins noch von ) als Folterknecht auf den Hals. Obwohl Dwight es besser wissen müsste, lässt er sich von Ava um den Finger wickeln.
Die beiden anderen Geschichten drehen sich um den korrupten Senator Roark () kommt nach Sin City, um den selbsternannten Herrscher über die Stadt beim Pokern zu vernichten. Für die Demütigung, sein Geld an Johnny verloren zu haben, rächt sich Roark schließlich fürchterlich.
Auch die Stripperin Nancy () soll Nancy zu ihrer verdienten Rache verhelfen.
Qualitätsverlust
"Sin City: A Dame to Kill For" wirkt, als hätten sich Frank Miller und Robert Rodriguez nicht zwischen altem Erfolgsrezept und neuen Ansätzen entscheiden können. Das zeigt sich vor allem darin, dass beinahe sämtliche Charaktere aus Teil eins - selbst jene die ihr Leben lassen mussten - in der Fortsetzung erneut auftauchen. In Kombination mit der Verflechtung der einzelnen Kapitel (die im Original nicht gegeben war) sorgt das für einige Verwirrung. So ist etwa die Chronologie der geschilderten Ereignisse nicht klar ersichtlich.
Das wäre aber nur halb so schlimm, könnten die in "A Dame to Kill For" präsentierten Geschichten mit jenen von "Sin City" mithalten. Die geradlinigen, auf knallharten Macho-Helden gebauten Stories des ersten Teils sind verkorksten Groschenroman-Plots gewichen, die sich selbst in den Schwanz beißen. Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau. "A Dame to Kill For" ist immer noch besser als die durchschnittliche Action-Saga made in Hollywood. Im Vergleich mit dem Vorgänger schneidet Teil zwei jedoch klar schlechter ab. Trotz sehenswerter Gastauftritte (zum Beispiel von Lady Gaga) und Eva Greens permanent entblößten Brüsten.