"Sittenwächter" prügeln Teenie wegen Insta-Story

Mehrere Teenager sollen auf den 17-Jährigen eingeprügelt haben.
Mehrere Teenager sollen auf den 17-Jährigen eingeprügelt haben.Bild: Helmut Graf
In Wien-Favoriten soll es am Freitag zu einer brutalen Attacke gekommen sein. Mehrere Teenies prügelten einen 17-Jährigen ins Spital. Der mutmaßliche Grund: Eine Story auf Instagram.
Mit Gesichtsverletzungen und Morddrohungen endete für einen jungen Mann sein einmaliges Treffen mit einer Tschetschenin in Wien-Favoriten. "Er wurde vergangenen Freitag von einer Bande am Reumannplatz aus dem Bus gezerrt und gegen den Kopf getreten, dabei filmten die Schläger mit dem Handy", so der Bruder (26) des Opfers zu "Heute".

In einem nahen Park wären die Angreifer über den Wehrlosen hergefallen. Nach Tritten und Schlägen konnte der Verletzte dann fliehen – die Bande habe ihn jedoch verfolgt: "Er ist dann in ein Geschäft gerannt und die Besitzer haben ihn im Lager versteckt, bis die Täter nicht mehr suchten."

Seine Erklärung für die blutige Attacke: Die selbsternannten Sittenwächter hätten in einer Instagram-Story des Mädchens auch den jungen Burschen gesehen. Obwohl die Schläger die junge Frau nicht kennen, wollten ihre Landsleute dafür sorgen, dass sich der 17-Jährige von ihr fernhält – aus Gründen der Ehre.

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Morddrohungen nach Prügel-Attacke

Der Geprügelte kam mit einem Nasen- und Jochbeinbruch ins UKH-Meidling, sein Bruder erstattete Anzeige am nahen Kepplerplatz. Daraufhin soll die Polizei Beamte ins Krankenhaus geschickt haben, um die Aussage des Opfers aufzunehmen. Wenig später hagelte es laut dem Bruder (Mord-)Drohungen per SMS und am Telefon: "Wenn ihr was sagt, kommen 60 bis 70 Leute!"

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Einige Verdächtige sollen bekannt sein, die Polizei hat ihre Namen. Trotz mehrmaliger Nachfrage konnte die Pressestelle zu dem Fall nichts sagen, er habe nicht die "Relevanzschwelle" erreicht – es gäbe viele Amtshandlungen in Wien.



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