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Wie riecht der Mond? Hier findest du die Antwort

Heute Redaktion
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Den Mond zum "Anfassen" gibt es aber morgen im Naturhistorischen Museum Wien. So wird etwa geklärt, wie er sich anfühlt und was er mit nassem Schießpulver zu tun hat.

Seit jeher übt der Mond eine unglaubliche Faszination auf die Menschheit ein. Zu sehen sind die Spuren überall: In geistigen Vorstellungen in Form von Mondgottheiten, in Mondkalendern wie etwa der Himmelsscheibe von Nebra, aber auch in Literatur oder Kunst. All das vereint zum ersten Mal die neue Sonderausstellung "Der Mond. Sehnsucht, Kunst und Wissenschaft".

Anlässlich des Starts hat sich das Museum auch einen ganz besonderen Gast eingeladen: Russell "Rusty" Schweickart (84) war im März 1969 Pilot der Apollo 9-Mission. Diese war die erste bemannte Raumfahrtmission, bei der die Mondlandefähre sowie deren An- und Abdockmanöver erstmals unter realen Bedingungen getestet wurde. Damit legte Apollo 9 auch die Basis für die erfolgreiche Mondlandung, die am 21. Juli 1969 stattfand.

Das Interview mit Rusty Schweickart findest Du hier.

"Wie riecht der Mond oder wie fährt sich der Moon Rover?"

Für die Sonderausstellung hat das NHM Wien zum Mond passende Objekte und Ausstellungsstücke aus seinen verschiedenen Abteilungen zusammengestellt, auch Leihgaben sind dabei. So wird neben der wissenschaftlich-geschichtlichen Seite (Wie ist der Mond aufgebaut? Wie viele Mondfahrten gab es und wie hat sich die Raumfahrt entwickelt?) auch kulturgeschichtliche (Naturreligionen und Mythen) und biologische (Wie beeinflusst der Mond das Leben auf der Erde und warum fallen Mondwürmer bei Vollmond in Ekstase?) Fragen beantwortet.

Zum Publikumsmagneten werden aber sicher die interaktiven Stationen werden. So können Besucher in einer Simulation mit dem Moon Rover fahren, für ein Selfie selbst in einen Raumanzug "schlüpfen" oder in einer Virtual Reality über den Mond wandern. Auch die Frage, wie der Mond riecht (laut Aussagen von Astronauten wie nasses Schießpulver) und wie sich der Mond anfühlt, werden beantwortet. Wem das noch immer zu wenig ist, kann im Digitalen Planetarium in 15 Minuten zum Mond und wieder zurück reisen. Ein Highlight ist auch ein zwei Kilogramm schwerer Mondmeteorit, der nach einem Einschlag auf die Erde geschleudert wurde und nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Spezial-Vorträge zum Mond als Rahmenprogramm

Neben der Ausstellung wird auch ein zum Thema passender Vortragszyklus geboten. Dabei werden unter anderem Fragen, wie "Wem gehört der Mond?", "Wie müssen Gebäude für den Mond aussehen?" und die Zukunft der Raumfahrt beleuchtet.

Diese könnte schon in naher Zukunft neue Meilensteine setzen. Die großen Weltraumnationen USA, Russland, China und Japan wollen spätestens in den 2030er Jahren wieder Menschen auf den Mond bringen. Danach sind bemannte Mondbasen und Raumstationen auf dem Mond geplant.

Die Ausstellung "Der Mond. Sehnsucht, Kunst und Wissenschaft" ist von 30. Oktober bis 1. Juni 2020 im Naturhistorischen Museum Wien zu sehen.