Stadt-Chef Luger: "SPÖ konservativer als die ÖVP"

Bürgermeister Klaus Luger lobt die Tabakfabrik.
Bürgermeister Klaus Luger lobt die Tabakfabrik.Bild: TFL/Pixelkinder
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) spart einmal mehr nicht mit Kritik an seiner SPÖ. Er wünscht sich klare Ansagen.
"Ich bin schon ein wenig ruhiger geworden und vor allem pragmatischer", sagt Luger anlässlich seiner Bilanz nach fünf Jahren als Bürgermeister.

Allerdings sagt er auch, dass er "nach wie vor ungeduldig" sei. Und das bekommt auch seine Bundespartei zu spüren. Denn Luger spart nicht mit Kritik.

"Es geht darum, dass die Sozialdemokratie Vertrauen zurück gewinnt. Und die SPÖ hat durch die Verweigerung, sich zu artikulieren und Position zu beziehen, in Migrationsfragen viel verloren", sagt er klar.

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Nur "Nein" zu sagen ist zu wenig



Zwar sei die Partei bemüht, doch es fehle an Lösungen. "Nur 'Nein' zu sagen ist zu wenig", poltert er. Und weiter: "Mir erscheint die SPÖ manchmal sogar konservativer als die ÖVP", meint er. Denn die Politik des "erhobenen Zeigefingers und der Bevormundung sei vorbei", so Luger. Zudem gehe sie oft an der Lebensrealität der SPÖ-Stammwähler vorbei.

Bei aller Kritik, eine eigene "Liste Luger" will der Linzer Bürgermeister nicht gründen. "Ich bin Sozialdemokrat und werde das auch immer bleiben", sagt er gegenüber "Heute".

Auf seine ersten fünf Jahre als Bürgermeister blicke er durchaus zufrieden zurück. Linz sei auf einem guten Weg. Zwei Wermutstropfen gebe es aber schon. "Das ist natürlich der Swap, der wie ein Damoklesschwert über der Stadt schwebt. Zudem ist natürlich die sogenannte Akten-Affäre sehr unangenehm", so der Linzer Bürgermeister.

Luger hatte schon vor wenigen Wochen für Aufsehen gesorgt, als er Teile der Reformvorschläge in der Bundes-SPÖ als "an der Grenze zur Idiotie" bezeichnet hatte.

(gs)

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