"Stoppt Strache oder das Schiff FPÖ geht unter"

Nach außen hin gibt sich die FPÖ trotz Skandalen und Ermittlungen geeint. In der Partei sollen allerdings ordentlich die Fetzen fliegen.
"Rumoren in der FPÖ: Das Gespenst von 'Knittelfeld zwei' geht um", berichtet der "Standard" am Freitag. Denn nicht nur der Ibiza-Skandal und die Casinos-Ermittlungen sollen den Freiheitlichen zusetzen. Wie es im Bericht heißt, soll es massive Spannungen an der Parteispitze geben. Warum? Weil FPÖ-Chef Norbert Hofer und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl immer öfter aneinandergeraten sollen.

Während Hofer versuche, die Politsituation zu beruhigen, würde Kickl versuchen, so der "Standard", die Partei zu übernehmen. Das Medium beruft sich dabei auf "Eingeweihte". So soll Kickl Hofer auch zuletzt beim FPÖ-Historikerbericht ausgestochen haben – Hofer habe den Bericht so schnell wie möglich vollständig veröffentlichen wollen, Kickl erst nach der Wahl. Brisant beim Machtstreit sei auch, dass Kickl die blauen Kernwähler hinter sich wähne.

Strache als Zünglein an der Waage

Zum Zünglein an der Waage könnte indes Ex-FPÖ-Chef und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache werden. Strache halte "die FPÖ in Atem – und er spalte sie, wie Insider berichten", heißt es. Als Beleg werden Straches politische Unterstützung seiner Ehefrau Philippa, sein Wunsch nach einer Politrückkehr und sein offenbar mit der Partei nicht abgesprochenes Interview mit einem russischen Sender in FPÖ-Räumlichkeiten genannt.

"Entweder Parteichef Hofer haut endlich auf den Tisch und stoppt Strache und seine Leute, oder das Schiff FPÖ wird untergehen", zitiert der "Standard" einen "Insider". Das Problem der FPÖ dabei: Strache soll vor allem in Wien zahlreiche Funktionäre hinter sich haben. So viele, dass der Insider die These aufstellt, Strache wolle beim Bundesparteitag in Graz am 14. September die jetzige Parteiführung kippen.

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Vor allem Parteichef Hofer sei laut Bericht schon massiv geschwächt: Er habe Strache ein Büro samt Sekretärinnen in Wien zur Verfügung gestellt und würde sich aus Straches Aktivitäten raushalten. So könnte laut Bericht und Berufung auf FPÖler der Parteitag in Graz zum "Knittelfeld II" werden, sich die Partei spalten oder zersplittern.

Ein "Freiheitlicher" wird gar mit den Worten zitiert, dass ohne einen Stopp Straches und ohne Aufklärung der Korruptionsvorwürfe "Knittelfeld nichts dagegen gewesen sein" werde, was da in Graz passieren könnte. (rfi)

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