Österreich

"Südoststeiermark" statt "Vulkanland"

Heute Redaktion
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Nachdem "Vulkanland" für die künftig fusionierten Bezirke Feldbach und Radkersburg durch die steirische Koalition verworfen worden ist, haben Landeshauptmann Franz Voves und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer am Montagabend die neue Variante präsentiert: Demnach wird die neue Bezirksgemeinschaft den profanen geografischen Namen "Südoststeiermark" tragen.

Nachdem "Vulkanland" für die künftig fusionierten Bezirke Feldbach und Radkersburg durch die steirische Koalition verworfen worden ist, haben Landeshauptmann Franz Voves und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer am Montagabend die neue Variante präsentiert: Demnach wird die neue Bezirksgemeinschaft den profanen geografischen Namen "Südoststeiermark" tragen.
Die Bezeichnung "Vulkanland" für die zu fusionierenden südoststeirischen Bezirke Feldbach und Radkersburg ist nun keine Option mehr - dies teilten die Spitzen der sogenannten "Reformpartnerschaft" aus SPÖ und ÖVP am Montagnachmittag mit. In den Bezirken selbst hatte überwiegend Skepsis ob des Namens - die Bezeichnung einer gut verwurzelten regionalen Plattform aus 79 Gemeinden zur Förderung und Koordination von Wirtschaft, Tourismus und Handwerk - geherrscht und sich Widerstand formiert.
Die Bezeichnung werde bei der Namensfindung für den künftigen Bezirk keine Rolle mehr spielen, hieß es aus den Büros von Landeshauptmann Franz Voves und Stellvertreter Hermann Schützenhöfer. Es gehe nun darum, Termine für Verhandlungen zu finden, hieß es. Grundsätzlich soll eine Projektgruppe, gebildet vom Landesamtsdirektor, in Abstimmung mit den Bezirken Einzelheiten zu den Bezirksfusionen - neben Feldbach und Radkersburg auch Bruck und Mürzzuschlag sowie Hartberg und Fürstenfeld - bis 15. Mai Vorschläge und Details erarbeiten.
Marke "Vulkanland" bat um anderen Namen

Die Entscheidung der "Reformpartnerschaft" zur Zusammenlegung der Bezirke Radkersburg und Feldbach finde hohe Zustimmung in der Bevölkerung, einzig der vorgeschlagene Name "Vulkanland" habe Diskussionen ausgelöst, hieß es in einer gemeinsamen Aussendung. Zumal man auch von den Verantwortlichen der regionalen Marke "Vulkanland" ersucht worden sei, von der Übername des Namens Abstand zu nehmen, habe man sich schließlich - unter Einbeziehung der betroffenen Bürgermeister der Bezirkshauptstädte - auf einen neuen Namen verständigt. Alle weiteren Fragen wie Standort der BH und des Bezirksgerichtes sowie des Bezirkspolizeikommandos sollen in weiteren politischen Gesprächen bis zum 15. Mai erörtert werden.
Die Namensgebung für die geplanten Bezirksfusionen hatte vor allem in der Südoststeiermark die Gemüter erhitzt: Stein des Anstoßes war der von Voves und Schützenhöfer vergangene Woche vorgestellte Name "Vulkanland" für die aus Feldbach und Radkersburg geformte neue Verwaltungseinheit (ab 1.1.2013). Der Initiator der Region Vulkanland, die 1998 ursprunglich zur Vermarktung regionaler Produkte gegründet worden war, Landesabgeordneter Josef Ober, hatte am Montag an die Landesspitze appelliert, "von der Namensbezeichnung "Vulkanland" für den neuen Bezirk im Rahmen der Bezirksstrukturreform Abstand zu nehmen".
Zuvor hatte die Debatte bereits österreichweit Kreise gezogen und war teilweise ins Skurrile übergeglitten: So wurde gewitzelt, ob die Bewohner des Bezirks künftig "Vulkanier" genannt werden sollen. Auf Facebook hatte sich rasch eine Aktivisten-Gruppe gegen die Bezeichnung gebildet.