Und die Moral von der Geschicht? Der Mörder ist kein Flüchtling nicht. Das war zwar von Anfang an klar, die ARD wollte es für die 8,33 Mio. Seher aber spannend machen. Es blieb beim Versuch.Gewalt gegen Ausländer, zerstörte Seelen, hämmernde Neonazi-Mucke, Volksweisen und jede Menge Lyrik.
Und die Moral von der Geschicht? Der Mörder ist kein Flüchtling nicht. Das war zwar von Anfang an klar, die ARD wollte es für die 8,33 Mio. Seher aber spannend machen. Es blieb beim Versuch.
Gewalt gegen Ausländer, zerstörte Seelen, hämmernde Neonazi-Mucke, Volksweisen und jede Menge Lyrik. Gesprengt werden diese heißen Eisen im am Sonntag gleich zweimal mithilfe von Molotowcocktails – am Ende ist wenig übrig, außer ein fettes Fragezeichen. "Land in dieser Zeit" sparte nicht mit großen Themen, blieb aber platt ("Mensch, die Hautfarbe hat doch nichts mit Gut und Böse zu tun!"), vertrackt und konstruiert.
Die Bösen, zwei rechtsradikale Akademikerinnen, sind letztlich zwar enttarnt, beweisen kann man ihnen aber nichts. Das Böse ist also immer und überall. Das ist unbefriedigend, Sonntagabend ganz besonders. Nur 593.000 Seher waren via ORF dabei. Der Slalom am Nachmittag fesselte zeitweise mehr als eine Million.
MD