"The Sessions" mit Helen Hunt

Bild: abc-films

Es sind nicht viele Filme, die einen zum Lachen und Weinen gleichermaßen bewegen. "The Sessions - Wenn Worte berühren" aber, der einen realen Hintergrund hat, gehört dazu. Schauspielerin Helen Hunt brilliert im Film als Sex-Therapeutin und John Hawkes als Gelähmter.

Es sind nicht viele Filme, die einen zum Lachen und Weinen gleichermaßen bewegen. "" aber, der einen realen Hintergrund hat, gehört dazu. Schauspielerin Helen Hunt brilliert im Film als Sex-Therapeutin und John Hawkes als Gelähmter.

Der Film erzählt vom US-Journalisten und Poeten Mark O'Brien, der seit einer Kinderlähmung bewegungsunfähig und auf die Unterstützung einer Eisernen Lunge angewiesen ist. Und sich doch einen großen Wunsch erfüllen möchte: den Wunsch nach körperlicher Liebe. In der Hauptrolle des so humorvollen wie traurigen Films ist der 2011 für einen Oscar nominierte John Hawkes zu sehen, an seiner Seite Oscarpreisträgerin Helen Hunt sowie William H. Macy.

Was nach einem nicht weiter fesselnden Plot klingt - gelähmter, knapp 40 Jahre alter Mann und sein erster Sex - entpuppt sich rasch als unterhaltendes, dabei stets einfühlsames Porträt. In seiner Verzweiflung wendet sich der gläubige, mit wunderbarem Humor gesegnete Journalist zunächst an den Geistlichen (William H. Macy) seines Vertrauens. Der ihm zumindest die Sorge, sein Wunsch nach körperlichem Kontakt mit einer fremden Frau, sei gar nicht im Sinne Gottes, nehmen kann.

Auffallend lässig ist Regisseur Ben Lewins Umgang mit den Themen Religion und Glauben. Vor den Ohren anderer Kirchgänger etwa, inmitten eines Gotteshauses, tauscht sich Mark mit Pfarrer Brendan über sein körperliches Begehren, seine sexuellen Wünsche aus. Zu Beginn des Films lässt Lewin, von dem auch das Skript stammt, seinen Protagonisten sagen: "Ich glaube an einen Gott mit einem fiesen Sinn für Humor". Der seltsame Sinn für Humor des Films jedenfalls trägt dazu bei, dass das eigentlich so tragische Thema von "The Sessions" an keiner Stelle zu belastend wirkt.

Beim Filmfestival in San Sebastian erhielt der rundum sympathische und auch ergreifende Film 2012 den Publikumspreis. Und auch beim wichtigen Sundance Film Festival in Utah gab's vom Publikum eine Auszeichnung. Das ganz große Publikum indes dürfte die kleinere US-Produktion auch im deutschsprachigen Raum nicht erreichen. Dazu wohl fehlen die entsprechenden, werbekräftigen Namen, sowohl im Cast als auch hinter der Kamera. "The Sessions" endet mit einer Widmung, "In Memory of Mark O' Brien" heißt es im Abspann zum Film. Der kalifornische Journalist starb 1999 mit nur 49 Jahren.

Ab 4. Jänner 2013 ist der Film "The Sessions - Wenn Worte berühren" in den österreichischen Kinos zu sehen.

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