"Toni's Freilandeier" wegen Betrugs vor Gericht

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Geschäftsführer Toni Hubmann und mehrere seiner Mitarbeiter stehen im Juni in Leoben vor Gericht, da sie wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt wurden. Ihnen wird vorgeworfen, dass "Toni's Freilandeier" nicht mehr so frisch waren, wie der Haltbarkeitsstempel auf der Verpackung vorgab.

Geschäftsführer Toni Hubmann und mehrere seiner Mitarbeiter stehen im Juni in Leoben vor Gericht, da sie wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt wurden. Ihnen wird vorgeworfen, dass "Toni's Freilandeier" nicht mehr so frisch waren, wie der Haltbarkeitsstempel auf der Verpackung vorgab.

Die Ermittlungen zur Täuschung des Mindesthaltbarkeitsdatums laufen bereits seit dem Jahr 2011. Nun folgt eine Anklage. Toni Hubmann, Geschäftsführer von "Toni's Freilandeier", und mehrere seiner Mitarbeiter sollen knapp 800.000 Eier ausgeliefert haben, die angeblich älter waren, als das Datum angab, das auf der Packung stand.

Der Prozess soll vom 16. Juni bis zum 2. Juli gehen und acht Verhandlungstage beinhalten, wie Sabine Anzenberger, die Sprecherin des Landesgerichts Leoben aussagt. Der Fall wurde übrigens von zwei ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens aufgedeckt. Einer davon war sogar der ehemalige Geschäftsführer. Die Eier sollen verbotenerweise bei einer Temperatur von unter fünf Grad gelagert worden sein, um sie so länger frisch zu halten nach der Eiablage. Anschließend sollen sie dann mit dem geänderten Legedatum versehen worden sein.

Geschäftsführer wehrt sich

Hubmann selbst spricht von Verleumdung und sei froh, dass die Hauptverhandlung endlich starte, wie er in einer Aussendung schreibt. In vielen der aufgelisteten Fälle, sei der Ei-Betrug gar nicht möglich gewesen: "Die meisten der Anschuldigungen meines ehemaligen Mitarbeiters mussten ohnehin bereits zurückgezogen werden; den Rest können wir hieb- und stichfest widerlegen. Es ist umfassend dokumentiert, dass in unseren Betrieben sicher und sauber gearbeitet wird. Nur wenige andere Betriebe in der Lebensmittelproduktion werden derart intensiv und regelmäßig kontrolliert wie die landwirtschaftlichen Betriebe, die für Toni’s Freilandeier produzieren. Es gibt meines Erachtens kaum ein besser kontrolliertes Lebensmittel als das österreichische Bio- oder Freilandei. Strenge und durchgängige Kontrollen sind einer der wichtigsten Bestandteile unseres Qualitätsdenkens," erklärt Toni Hubmann.

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