"Transen"-Schläger vor Gericht: "Schäme mich so"

Betrunken hielt Okan Y. (23) drei Frauen am Schwedenplatz für Transen. Als ihn eine berührte, reagierte er wie von Sinnen. Gestern bereute er's vor Gericht.
Um drei Uhr früh ist der Wiener Schwedenplatz ein heißes Pflaster. Am 7. Mai wurde in einem Nudel-Imbiss die Rettung benötigt. Kurz davor war Okan Y. (23) ins Lokal getorkelt. Im

Rausch hielt der türkisch-stämmige Kaufmann drei junge Frauen, die dort einen Polterabend ausklingen ließen, für Transen.

Eine berührte ihn aus Versehen am Ellenbogen. "Da dachte ich, ein Mann brät mich an", so Okan Y. am Mittwoch vor Gericht. Er pöbelte, die Frauen spuckten, dann verlor er den Verstand. Am Ende lag Magdalena K. mit blutigem Gesicht, Gehirnerschütterung und lockeren Zähnen am Boden.

Aber noch im Polizeiverhör lallte der Schläger: "Wieso eine Frau?" Beim Prozess sagte er: "Ich schäme mich so." Dann übergab er seinem Opfer (Anwalt Timo Gerersdorfer) 3.000 Euro Schmerzensgeld – und akzeptierte 10 Monate bedingte Haft. (wh)

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