"U-Bahn-Stars": Jetzt sind die Fahrgäste am Zug

Sieben Bands dürfen ab Juli in der Station Westbahnhof auftreten. Weitere sieben Musik-Gruppen können Fahrgäste ab Mittwoch bei einem Voting wählen.

Fast 200 Bewerbungen sind bei den Wiener Linien eingelangt, nur sieben davon haben es jetzt ins Finale geschafft: Eine Jury – darunter die TV-Moderatoren Peter Rapp und Elisabeth Engstler – wählte heute, Montag, die ersten Bands für das Pilot-Projekt "U-Bahn-Stars" aus. Mit dem Projekt wollen die Wiener Linien die U-Bahn-Station Westbahnhof für Straßenmusiker öffnen und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste erhöhen.

Die Sieger, wie etwa das Blues-Rock-Trio "Teddy Bear Cove", dürfen ab Juli in der U-Bahn-Station auftreten, wechseln sich dort einen Monat lang täglich zwischen 15 und 23 Uhr ab.

(Quelle: Facebook, Video zu "Golden" von "Teddy Bear Cove")

Online-Voting ab Mittwoch

Weitere sieben Musik-Gruppen werden nun von den Fahrgästen bei einem Online-Voting auf der Seite der Wiener Linien ab Mittwoch ausgewählt: "Ich bin begeistert von der Vielfalt der Einreichungen und bin gespannt, wen unsere Fahrgäste nun auswählen", so Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) bei der Jury-Abstimmung.

Kritik an der Aktion

Die Aktion stieß allerdings nicht überall auf positive Reaktionen: Musiker wie Ernst Molden und David Stellner sowie der Grüne Gemeinderat Martin Margulies übten Kritik, wie der "Kurier" berichtete. Demnach erhalten die Musiker kein Entgelt für ihren Auftritt, sind nicht versichert und sollen sich zudem selbst um den benötigten Strom kümmern.

Die Wiener Linien verteidigten ihr Konzept damit, dass es sich bei der Aktion um Straßenmusik handelt und daher für ein Hutgeld gespielt wird. Die Künstler treten zudem die Fotorechte für die Vermarktung der Aktion ab.

(cz)

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