Vier Todesopfer innerhalb von vier Tagen auf Oberösterreichs Straßen, dazu mehr als zwei Dutzend Schwerverletzte: Verkehrsexperten des Landes sind ebenso ratlos wie die Exekutive: Zwischen den Tragödien sind keinerlei Zusammenhänge zu finden. Und mit dem Urlauberverkehr habe die Unfallserie ebenfalls nichts zu tun.
Das Drama um die erst seit vier Monaten verheiratete Bäckereimitarbeiterin Jasmin Tomandl-Bytyqi (19) aus Taufkirchen an der Pram, die am Dienstag frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit in der Bezirkshauptstadt Schärding von einem entgegenkommenden Sattelzug gerammt und im Wrack ihres Kleinwagens auf der Stelle getötet wurde, bildete nur den erneuten Auftakt für eine Unfallserie auf dem Straßennetz im Land ob der Enns.
14 Stunden nach dem Todes-Crash im Innviertel kam es auch auf der Pyhrnautobahn (A9) zu einer Tragödie: Pensionist Egon Probst (80) aus Ansfelden geriet mit seinem Klein-Lastwagen samt Anhänger ins Schleudern. Der Lenker verlor die Herrschaft über sein Fahrzeug, das sich Sekunden später überschlug. Notarzt und ein Bergetrupp der FF Spital am Pyhrn konnten dem Pensionisten nicht mehr helfen: Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen - nach dem Tod zweier prominenter Ebenseer in der Traunsee-Tunnelkette am Wochenende (Heute berichtete) - nun schon das vierte Todesopfer in vier Tagen.
Immerhin fünf Verletzte mussten Mittwochmittag nach der Kollision von zwei Motorrädern mit einem entgegenkommenden Auto auf der B38 im Gemeindegebiet Lasberg bei Freistadt geborgen werden.