"Unfall stoppte den Dreh wochenlang!"

Das Drehbuch wollte Oliver Hirschbiegel nicht einmal lesen - bis ihn Lady Dianas ( 1997) unvergleichliche Aura gefangen nahm und er die Liebe ihres Lebens doch in ein Movie packte. In "Heute" spricht er über die "Ausnahmeerscheinung" mit allen Ecken und Kanten.
Das Drehbuch wollte Oliver Hirschbiegel nicht einmal lesen –. In "Heute" spricht er über die "Ausnahmeerscheinung" mit allen Ecken und Kanten.

"Heute": Warum haben Sie den Film entgegen Ihrer ersten Reaktion doch gemacht?

Oliver Hirschbiegel: "Ich bin Diana unglaublich nah gekommen. Sie war eine hochkomplexe Frau, eine echte Ausnahmeerscheinung. Aber auch ganz normal. Schnippisch, zickig und schüchtern."

Und trotzdem geht’s nur um die Liebe zu Herzchirurg Hasnat Khan?

"Ja, weil sie der Schlüssel zu Dianas Reifeprozess ist. Die Geschichte hat eine unglaubliche Wahrhaftigkeit. Es ist einechter Liebesfilm, und das Genre ist eigentlich tot."

Wie hat sich Naomi Watts an Di angenähert?"Sie hat Fotos und Videos gesehen, ihre Stimme gehört, ihre Mimik studiert. Vor allem die der linken Gesichtshälfte. Und sie trägt im Film eine zarte Nasenprothese."

Khan bezeichnet das Werk als "Lüge", "Verrat an Dianas Andenken". Haben Sie ihn je gesprochen?

"Nein, das hätte meinen Blick getrübt. Aber er bestätigte die Beziehungen bei der Befragung zu Dianas Tod. Und: Der Film basiert auf einem Buch, das seit sieben Jahren existiert. Khan hat nie widersprochen. Er ist wohl sehr verzweifelt und das macht mich sehr traurig."

Was würden Sie Di heute fragen?

"Ganz ehrlich? Nichts. Das klingt überheblich, aber ich denke, sie so gut zu kennen, dass es mir fast Angst macht."

Beim Dreh gab’s eine kleine Panne?

"Nein, mehr ein Major Desaster. Khan-Mime Naveen Andrews riss bei einem Hüpfer die Achillessehne. Die Produktion stand ganze acht Wochen."
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