"Väterin" gebar zuhause, um anonym zu bleiben

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Dieser einzigartige Fall sorgt selbst nach fünf Monaten noch für Aufregung: In Deutschland hat ein Mann ein Kind bekommen. Nun kommen immer mehr Details ans Tageslicht, zum Beispiel, warum die "Väterin" auf einer Hausgeburt bestand und dass das Jugendamt das Geschlecht des Kindes anzweifelt.

. Nun kommen immer mehr Details ans Tageslicht, zum Beispiel, warum die "Väterin" auf einer Hausgeburt bestand und, dass das Jugendamt das Geschlecht des Kindes anzweifelt.

Die "Väterin" wurde als Frau geboren, fühlte sich aber immer schon als Mann. Also ließ sie ihr Geschlecht in Ausweisen, Personenstandsregister und Co ändern und wurde dadurch zum sogenannten Transmann. Trotzdem hatte sie aber nach wie vor eine Gebärmutter und eine Vagina. Schließlich wollte sie auch ein Baby und suchte sich einen Samenspender. Der Kinderwusch ging auf, der "Mann" wurde schwanger.

Hausgeburt, um "Vater" sein zu können

Für die Geburt am 11. April ging die "Väterin" aber nicht ins Spital, sondern wollte mit Hebamme gebären. Der Grund: Im Krankenhaus muss ein Name der Mutter angegeben werden. In diesem Fall gibt es aber keine. Stattdessen gibt es zwei Väter.

Jugendamt zweifelt Geschlecht des Kindes an

Auch das Geschlecht des Kindes hätte die "Väterin" gerne verheimlicht. Das geht aber laut deutschem Gesetz nicht. Auf der Geburtsurkunde steht, dass das inzwischen fünf Monate alte Baby ein Bub sei. Aus irgendwelchen Gründen zweifelt das Jugendamt aber die Angaben der Hebamme an. "Gegen sein Geschlecht erzogen zu werden, ruft Leid hervor. Eine Situation, die der Vater in diesem konkreten Vorgang sicherlich aus eigener Erfahrung kennt und seinem Kind daher wohl kaum antun würde", hält Psychologin Anna Sieben in der "Berliner Zeitung" diesen Verdacht für unwahrscheinlich.

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