"Venom" bekommt nun doch Jugendfreigabe

Ein R-Rating war angekündigt, ein PG-13 ist es geworden. Die im Trailer angedeuteten Grauslichkeiten dürften drastisch entschärft werden.

Sieht man in "Der Herr der Ringe" einen Elbenpfeil einen Ork-Schädel durchschlagen, kann man sich schon wundern, was nun genau hinter den Altersfreigaben der Motion Picture Association of America (kurz MPAA) steckt. Wer hier entscheidet und auch wie entschieden wird, das ist in Hollywood ein gut gehütetes Geheimnis. Feststeht nur, dass man sich mit den Sittenwächtern der MPAA besser nicht anlegt, wenn man ein familienfreundliches Rating benötigt.

Die großen Blockbuster - und damit auch alle fetten Comic Movies - zielen generell auf ein PG-13 ab: Eine Warnung an die Eltern, dass kein völlig unbedenklicher Content gezeigt wird, der Film aber trotzdem für alle Altersklassen freigegeben ist. Während es in den Comics von Marvel und DC teilweise recht blutig und düster zur Sache geht, sind die Kinoadaptionen als zahme Unterhaltung für die breite Masse angelegt.

"Deadpool" (2016) sorgte dahingehend zwar für ein Umdenken (mit einem Einspielergebnis von über 780 Millionen Dollar trotz R-Rating), "erwachsene" Comic Movies sind trotzdem noch Mangelware. "Venom" hätte ein solcher werden sollen. Die Figur ist in den Marvel Comics ein blutrünstiges Monster, das den niederen Trieben der menschlichen Existenz frönt. Entsprechend konsterniert sind nun viele Fans, dass "Venom" schlussendlich doch ein PG-13 bekommt. Im deutschsprachigen Raum wird der Film laut "Filmstarts" ab 12 Jahren freigegeben sein.

Regisseur Ruben Fleischer verspricht dennoch eine akkurate Verfilmung der Vorlagen. Eine längere, härtere Fassung ist für die Home-Entertainment-Films geplant.

"Venom" startet am 5. Oktober 2018 in den österreichischen Kinos.

(lfd)

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