"Vertrauen in politische Akteure verloren"

CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Wahldebakel der Schwesterpartei CSU in Bayern analysiert. Den Wählern fehle das Vertrauen in die Politiker.

Ein Vertrauensverlust der Wähler in die Politik ist nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verantwortlich für den Ausgang der bayerischen Landtagswahl. Die herrschende CSU und die SPD mussten empfindliche Stimmverluste hinnehmen.

Auch gute Wirtschaftsdaten und Vollbeschäftigung – wie es in Bayern großteils der Fall ist – reichten den Menschen nicht, "wenn etwas nicht da ist, was eben so wichtig ist – und das ist Vertrauen, Vertrauen in die politischen Akteure", sagte die CDU-Chefin am Montag in Berlin bei einer Rede vor dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

"Von Unionsparteien erwartet, dass man gemeinsam agiert"

Es gelte nun, die Arbeit der Bundespolitik auch für die Wähler sichtbar zu machen. Das habe auch die Bundesregierung nicht geschafft. "Das gilt auch für Unionsparteien, von denen man erwartet, dass man gemeinsam agiert", fügte sie hinzu. Die Kanzlerin gab also indirekt den Attacken der CSU gegen ihre Politik die Schuld am schlechten Abschneiden.

Die CSU hat in Bayern die absolute Mehrheit im Landtag eingebüßt. Noch deutlicher stürzte allerdings die SPD ab. Sie fiel sogar hinter die AfD zurück, die erstmals den Einzug in den bayrischen Landtag schaffte.

(red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Michael BayWeltwocheSt. Pölten-Wahl 2021CSUAngela Merkel

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen