"Vollholler" ist das Wort des Jahres 2017

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Die Wahl zum Wort des Jahres ist entschieden und es hat mit Politik zu tun: Vollholler ist der Sieger. Das Unwort des Jahres kommt über Umweg aus den USA.
Christian Kern (SPÖ) ist der Urheber des Siegers zum Wort des Jahres 2017: Seine Formulierung "Vollholler" wurde von der Forschungsstelle Österreich zum Sieger erklärt. Der Satz fiel in einer Diskussion gegen Sebastian Kurz (ÖVP). Der Chef der Volkspartei wollte die Mittelmeer-Fluchtroute schließen, woraufhin Kern meinte: "Das ist, ehrlich gesagt, der nächste populistische Vollholler."

Den zweiten Platz machten die "Fake News" - Falschnachrichten, mit denen versucht wird, die Politik zu beeinflussen. Den dritten Platz belegt das "Frauennationalteam", womit die außerordentliche Leistung der ÖFB-Damen gewürdigt werden soll.

Jugendwort wie in Deutschland

Das Unwort des Jahres wurde aus den USA importiert: Die "Alternativen Fakten" machten hier das Rennen. Mit diesem Ausdruck wurden offensichtliche Lügen hoher Amtsträger verharmlost.

Das Jugendwort des Jahres wurde, wie in Deutschland, "Hallo, I bims". Übersetzt ist es einfach die absichtlich falsch geschriebene Version von "Hallo, Ich bin es".

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Ein Satz noch..."

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) kreierte den Spruch des Jahres 2017: Mit "Mei Wien is net deppat!" konnte er den Titel holen. Damit kommentierte er die Tatsache, dass seine Partei in der Bundeshauptstadt Zugewinne verzeichnen konnte.

Als Gegenpol dazu wurde "Ein Satz noch..." zum Unspruch des Jahres 2017 gekürt. Der Ursprung findet sich wieder in der Politik. Nach dieser Formulierung setzten viele Politiker in den Fernsehdiskussionen oftmals zu endlos langen Vorträgen an. (red)
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