Österreich

FPÖ wettert über "Moslem-Mama-Mikl"

Niederösterreichs FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer kritisiert die Landeshauptfrau in einer wilden Presseaussendung.

Heute Redaktion
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Niederösterreich wählt am 28. Jänner 2018 einen neuen Landtag und somit auch eine neue Landesregierung. Von Wahlkampf kann aber noch keine Rede sein, es ist großteils ruhig.

Abgesehen von der FPÖ. Diese verblüfft nun mit einer wilden Presseaussendung, in der sich der blaue Spitzenkandidat Udo Landbauer sehr über die Landeskindergärten ärgern muss.

Er sieht im Bildungsplan für die Kindergärten einen "offiziellen Auftrag zur Islamisierung unserer Kleinsten." Ihn stört, dass Feste und Feiertage, sowie Musik und Lieder aus verschiedenen Kulturen vermittelt werden sollen.

Dabei spart er nicht mit harten Worten: "Multi-Kulti-Wahnsinn", "skandalöse Zwangsislamisierung", "Ich bin fassungslos", schreibt er. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verpasst er den Spitznamen "Moslem-Mama-Mikl" und unterstellt ihr, zwar "jeden Sonntag ins Dirndl zu hüpfen, aber gleichzeitig unsere Kinder mit dem Multi-Kulti-Wahnsinn zwangszubeglücken".

Aus diesem für die FPÖ Niederösterreich bedauernswerten Zustand gibt es laut Landbauer nur einen Ausweg: "Diese Mikl-Leitner Partie ist rücktrittsreif und gehört am 28. Jänner abgewählt", fordert er.

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VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner kommentiert Landbauers Aussagen knapp: „Wenn wir uns mit dem niveaulosen Geschrei der Blauen in NÖ auseinander setzen, würde uns das nur unnötig von der Arbeit fürs Land abhalten".

Wie berichtet, hatten türkische Lieder von interkulturellen Mitarbeitern in Gablitz und Wampersdorf für Wirbel gesorgt.

(red)