Österreich

"Was ich getan habe, tut mir sehr leid"

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:42

Am Mittwoch wurden die Sniper von Wien, jene zwei Burschen, die im September 21 Mal aus Mamas Auto ballerten, um 12.30 Uhr aus der U-Haft entlassen. Einer der Heckenschützen entschuldigt sich jetzt bei den 18 Opfern.

Am Mittwoch wurden die Sniper von Wien, jene zwei Burschen, die im September 21 Mal aus Mamas Auto ballerten, aus der U-Haft entlassen. Die Heckenschützen entschuldigen sich jetzt bei den 18 Opfern.

Um 12.30 Uhr durfen die beiden 20-jährigen Wiener Heckenschützen, Lukas G. und Raphael R., . Der Haftrichter hielte eine längere Haft nicht für verhältnismäßig, gab Normann Hofstätter, der Verteidiger eines der beiden Schützen dem ORF gegenüber an.

Freiheit mit Auflagen

In die Freiheit entlassen wurden die jungen Männer aber nur unter einigen Auflagen. Sie dürfen sich nicht untereinander absprechen. Sollten sie umziehen, müssen sie die Adressänderung sofort bekannt geben. und sie müssen einen Bewährungshelfer zu Rate ziehen.

"Tut mir sehr leid"

"Was ich getan habe, das tut mir sehr leid", gibt sich der 20-jährige mutmaßliche Heckenschütze im Wien heute-Interview zerknirscht. Er wolle am liebsten allen seinen Opfern einen Brief schreiben, meint er weiter. Außerdem könne er sich nicht erklären warum. "Es ist leider passiert."

Die Reue nimmt man dem jungen Mann ab, auch wenn im TV-Interview der Kopf nicht zu sehen ist. Er wolle jetzt in sein normales Leben zurück und einen Neustart wagen.

Strafe: Maximal ein Jahr

Die Opfer wurden nur leicht verletzt, deshalb kam es auch zur Entlassung aus der U-Haft. Nach der Verhaftung der Beiden war man von schwerer Körperverletzung ausgegangen. Das Strafmaß dafür wären bis zu fünf Jahre Haft. Bei einer Verurteilung für gewöhnliche Körperverletzung können die Burschen mit maximal einem Jahr oder einer Geldstrafe von höchstens 360 Tagessätzen rechnen.

21 Fälle?

Der Polizei ist von 21 Fällen ausgegangen, in denen die Heckenschützen schossen. Im Zuge der Befragungen gaben die 20-Jährigen jedoch weitere Fälle zu. Diese werden jetzt von der Polizei nachgeprüft.

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