Szene

"Wenn du mich verlässt, töte ich dich"

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:27

Am ersten Tag des Mordprozesses um die Familie von Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson standen Todesdrohungen des wegen dreifachen Mordes angeklagten Ex-Schwagers im Mittelpunkt. Der heute 30 Jahre alte William Balfour hatte der Anklage zufolge immer wieder seine damalige Frau bedroht, zitierte die "Chicago Tribune" am Montag aus der Anklageschrift. "Wenn Du mich verlässt, töte ich Dich", soll Balfour gesagt haben. Er ist angeklagt, Mutter, Schwager und den siebenjährigen Neffen Hudsons getötet zu haben.

Am ersten Tag des Mordprozesses um die Familie von Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson standen Todesdrohungen des wegen dreifachen Mordes angeklagten Ex-Schwagers im Mittelpunkt. Der heute 30 Jahre alte William Balfour hatte der Anklage zufolge immer wieder seine damalige Frau bedroht.

"Wenn Du mich verlässt, töte ich Dich", soll Balfour gesagt haben. Mit Tränen in den Augen sagte die US-Sängerin Jennifer Hudson am Montag vor Gericht in Chicago aus: "Wir haben es nicht gemocht, wie er meine Schwester behandelt hat. Und ich habe es auch nicht gemocht, wie er mit meinem Neffen umging." Hudson war die erste Zeugin, die in dem Prozess aussagte. Kurz darauf brach sie zusammen.

Jennifer Hudson war durch die Casting-Show "American Idol" bekannt geworden und machte danach eine steile Karriere als Sängerin. Für ihre Rolle in "Dreamgirls" an der Seite von US-Popdiva Beyoncé Knowles und Hollywood-Star Jamie Foxx gewann sie zudem 2007 den Oscar als beste Nebendarstellerin.

Bluttat im Oktober 2008

Hudsons 57 Jahre alte Mutter Darnell und ihr Bruder Jason, 29, waren im Oktober 2008 erschossen im Haus der Familie gefunden worden. Julian, ein Kind aus einer anderen Beziehung der Schwester, war entführt worden.

Die Leiche des Siebenjährigen wurde drei Tage später mit einem Kopfschuss in einem abgestellten Auto entdeckt. Julia selbst war an dem Tag nicht zu Hause. Fünf Wochen später wurde Balfour als Hauptverdächtiger festgenommen.

Balfour streitet alles ab

Nach Ansicht der Ermittler und der Staatsanwaltschaft wollte sich Balfour mit den Taten an seiner Frau rächen, weil sie die Scheidung wollte. Vor Gericht wies der 30-Jährige die Vorwürfe am Montag zurück und erklärte sich für "nicht schuldig". Zeugen gibt es nicht, es wird ein reiner Indizienprozess werden.

APA/red.

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