"Werden nicht die heiße Luft spazieren führen!"

Vom Kartenkauf bis zum Fahrplan: Das Land will die Nebenbahnen moderner organisieren. Die Schneebergbahn ist ein gutes Beispiel, wie man es besser machen kann, so VP-Landesrat Johann Heuras im Heute-Interview. Die Verbesserungen betreffen einzelne Bahnen, die meisten der 28 Strecken sind ja seit Jahren aufgelasssen.
Heute: Warum soll die Versorgung besser funktionieren, wenn das Land die Nebenbahnen von den ÖBB übernimmt?
Heuras: Die ÖBB hatten kein besonderes Interesse an den Nebenbahnen, das haben sie zugegeben. Wir werden die Strecken so gestalten, dass die Leute möglichst einfach von A nach B kommen. Aber wenn keiner damit fährt, hat es keinen Sinn. Wir werden nicht mit Zwang etwas aufrechterhalten.
Stichwort Ybbstalbahn ...
Wir wollen nicht die heiße Luft spazieren führen. Ich komme aus der Gegend. Die Leute, die früher mit der Ybbstalbahn gefahren sind, bringen Sie in einen kleinen Bus. Es ist Wunsch der Bevölkerung, unser Buskonzept umzusetzen. Übrigens ist der CO2-Ausstoß bei der Diesel-Bahn 1,5 Mal höher als bei einem voll besetzten Bus.
Wie viele Strecken werden nun definitiv aufrechterhalten?
Mehr als 20 der 28 Strecken sind seit Jahren tot. Die Gemeinden wollen etwas für den Tourismus daraus machen. Für die Pendler ganz wichtig ist die Mariazeller Bahn und die Sanierung der Langsamfahrstrecken auf der Erlauftalbahn und der Traisentalbahn.
Die Grünen fordern, dass Bürgerinitiativen ein Mitspracherecht in der Landesgesellschaft bekommen. Was sagen Sie dazu?
Danke für die Ratschläge (lacht). Entscheidend ist, dass wir kompetente Leute finden, die wissen, was für den öffentlichen Verkehr bedeutend ist.
Der nächste Schritt?
Noch im Februar wird es eine Sitzung geben. Wir werden aus der NÖVOG eine Landesbahnengesellschaft machen.Elisabeth Czastka



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