'Züchterin' hielt Hunde in Mini-Kiste im Abstellraum

Zwei Chihuahuas und ein Mischlings-Welpe wurden in Heidenreichstein unter widrigsten Bedingungen gehalten. Die Tiere wurden der selbsternannten Züchterin (37) nun abgenommen.

Ein Fall von großem Tierleid kam jetzt in Heidenreichstein (Gmünd) ans Licht: Eine Frau (37) hielt dort zwei Chihuahuas und einen Mischlingswelpen – und davor wohl noch einige weitere Hündchen – in einer rund einen halben Quadratmeter kleinen, verschlossenen Holzkiste im Abstellkammerl ihres Hauses.

Ein Anrainer erfuhr von den schrecklichen Haltebedingungen und wandte sich an den Verein "RespekTiere". Obmann Tom Putzgruber und seine Helfer reagierten sofort, schlugen bei der Polizei und dem Amtstierarzt Alarm. Und auch der Veterinärmediziner fackelte nicht lange: Anordnung zur Beschlagnahme!

37-Jährige angezeigt

"Uns hat man erzählt, die Frau habe immer wieder gesagt, die 'Kistenhunde' würden nur kurz aus dem sargähnlichen Verschlag rauskommen, dann um zu essen oder zu trinken, den Rest der Zeit seien sie immer in der stockdunklen Kiste eingesperrt", schildert Tom Putzgruber gegenüber "Heute".

Am Pfingstwochenende wurden die drei Vierbeiner – zwei davon befanden sich in der Kiste, einer saß beim Eintreffen der Polizei in einem Weidekorb im Wohnzimmer des Hauses – von Exekutive und dem Tierschutzverein abgeholt und ins Tierheim nach Krems gebracht. "Die Holzkiste war winzig, darin war weder Futter noch Wasser", so ein Ermittler.

Die 37-Jährige, die die Hunde laut eigenen Angaben "für Zuchtzwecke" gehalten hat, wurde nach dem Tierschutzgesetz angezeigt.



(nit)

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